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Leconfield - Jillaroo Training

11.11.2008 | Bilder0 | Kommentare0 | Australien  - Tamworth, New South Wales
Zuerst die Info, dass wir 16 deutsche Maedels waren und 1 Aussieboy. Als ich das herausgefunden hab, war ich gleich bediehnt. Es war auch nach 11 Tagen die hoechste Zeit...

...die Farm zu verlassen, ansonsten haetten wir uns sicher richtig gezofft. Also es waren am Ende zwei Gruppen und mein Zimmer dazwischen, da ich ja die Aelteste war und keinen Bock auf Gruppenzugehoerigkeit hatte.

Aber zum Leben auf der Farm. Leconfield (http://www.leconfieldjackaroo.com/info.html) wurde 1983 von Brian zu einer Arbeits- und Lernfarm umfunktioniert. Das bedeutet anders zur Promotion durch die Agenturen, Arbeiten, Arbeiten und auch Spass, aber eben hauptsaechlich arbeiten. Die Pferde sind Australian Stockhorses und according to the students, die in Europa reiten, kastenfoermiger und laenger. Ich mag und mochte meinen Sam sehr. Er ist wohl knapp 28, also fast so alt wie ich und unglaublich geduldig. Er ist aber auch sehr faul (wie ich ;-)) somit musste ich ihn schon ab und an, mal kicken und auch die Reins (Zuegel) benutzen, um ihn dazu zu bewegen ins Wasser oder steep hills hoch zu gehen. Aber er ist ein good man und ich hoffe er wird bald retired. Mein Tagesablauf war wie folgt, ca 7 Uhr aufstehen, die Voegel waren sowie so so laut, dass man wach wurde. Und spaetestens 7 Uhr wurde sowieso die Musik in Pinkies angemacht (Save a horse, ride a cowboy). Zaehneputzen und ab zum Fruehstueck, das aus Toast, Toast, Cornflakes und Toast bestand. Hey ich ess sogar Veggimite ;-). Ich ess es einfach, so wie die Aussies Toast, Butter und Veggimite. Ist das einzig herzhafte, was man hier so bekommt. Dann halt warten, was sie sich fuer uns ausgedacht haben. Ich war am ersten Tag ziemlich aufgeregt, weil ich SAM allein striegeln, satteln und zuegeln musste. Er hat seinen Bauch immer ziemlich aufgeblaeht und ich hab ewig gebraucht, um den Gurth festzuziehen, aber am letzten Tag ist es mir gelungen. Zu den Jobs, die wir in den 11 Tagen gemacht haben gehoerte aber nicht nur SAM reiten, sondern auch gefaellte Baumstaemme durchs Unterholz schleppen und die Rinde abmachen. Nach dem Mittagessen an dem Tag, war ich so fertig, dass ich einfach nicht mehr konnte. Und der bloede Belgier (Freddy) hat einfach behauptet, dass ich ja ne Frau bin und mehr tun kann, als ich glaube. Naja ich hab ganz schoen rumgemeckert am Ende. Aber wir haben es geschafft und die Poles/Posts oder Blogs auch noch auf- und abgeladen vom Truck. Am naechsten Tag hatte ich ganz schoen Muskelkater, damit war es noch schwerer den Gurth zuzuziehen. Wir sind aber Mustering geritten. Das heisst 2h auf dem Pferd den Berg hoch, also 2h im Sattel stehen und SAM ist so langsam, weil er so vorsichtig ist. Mein Ruecken und meine Waden haben ganz schoen weh getan. Aber Rinder treiben auf dem Pferd macht so unglaublich Spass, dass ich das gleich wieder vergessen hatte. Man sammelt alle Rinder ein und treibt sie unten im Gully zusammen, dann formiert sich ein Hufeisen und ich war das Ende, also bei den Treibenden, dass heisst bruellen, schreien und so viel Krach wie moeglich machen, damit das dumme (die sind wirklich extrem doof) Vieh loslaeuft. Ich glaub der Job macht SAM am meisten Spass, weil er total gut mitgemacht hat. Manche Pferde beissen die Rinder sogar in den Hintern. Dann treibt man die in so ner Art Koppel zusammen und dann werden sie gedrenched (mit irgendwelchem Zeug besprueht, dass sie keine Parasiten im Fell bekommen) und wir haben ein Bullenkalb kastriert. Also ich hab draufgesessen und Kat hat es kastriert und noch die Ohren gemarkt und ein Tag reingemacht. Hab sogar nen kleinen Blutfleck auf meinem Hemd. Dann haben wir die Rinder wieder rausgetrieben. Wir haben auch die Schafe eingefangen und ich hab eins umgeworfen. Aber auf Scheren hatte ich nicht so viel Lust, hab nur zugeschaut. Danach hat Col einen Hammel geschlachtet, die zappeln ganz schoen lange, nachdem sie tot sind. Er hat den Hammel richtig ausgeweidet und das Fell abgezogen. Ich such mal, ob ich die Fotos auf StudiVZ finde und dann lad ich welche hoch. Das Blut hat ne echt coole Farbe, total schoen rot und der Schafsmagen ist echt riesig.
Ausser Pferden, Rindern und Schafen gabs noch 5 Katzen (Harry, Stripes, Fluffy, Ned und Kelly) auf der Farm und zwei Working Dogs (Poppy und Wombat). Der Staff war ziemlich nett, auch wenn sie immer rumgemeckert haben, weil wir deutsch gesprochen haben. Aber wenn man in ner Gruppe von 16 Deutschen ist, dann spricht man einfach deutsch vor allem wenn kein Englisch native Speaker around ist.
Auf der Farm haben wir nix mitbekommen, weil sie so abseits liegt.

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