...dass ich ueber Kuala Lumpur fliege und nicht ueber Bangkok, wo momentan ein ziemliches Chaos herrscht (und ich hoff ja doch, dass sich die Lage bis Mitte Jaenner bessert, wenn ich mich dann auf dem Heimweg machen will...).
Ich bin mittlerweile wieder zurueck in Yangon - genau genommen schon seit gestern vormittag, nachdem ich vorzeitig die Flucht aus Bagan ergriffen hab...;o(. Bagan ist an sich ein wirklich faszinierendes Platzerl mit all seinen Pagoden und Tempeln, die sich auf einer Flaeche von ueber 40 km2 verteilen.
Nachdem das dann doch eine ganze Menge ist, hab ich mir 2 Tage lang ein Fahrrad gemietet und auf diesem Weg die Gegend unsicher gemacht - was wirklich toll funktioniert (auch wenn mein Sitzfleisch vermutlich anderer Meinung ist) obwohl ich mal eine Reifenpanne hatte). Aber praktischerweise gibt es so ungefaehr unter jedem groesseren Baum einen Reifenflicker, erkennbar daran, dass am Baum ein Reifen aufgehaengt ist und darunter der Fachmann, bewaffnet mit einer Luftpumpe, einer Wasserschuessel und Klebstoff, sitzt (ich bin ganz begeistert, der hat das naemlich wirklich schnell und gut gemacht!! :o)).
Ich glaub, das ist in Bagan ein recht eintraegliches Geschaeft und irgendwie werd ich auch das Gefuehl nicht los, dass es hier sowas wie eine Reifenmafia gibt, nachdem ich einige Leute getroffen hab, die - genau bei denselben Pagoden - ebenfalls einen Patschen hatten... .
Jedenfalls war Bagan auch mit Abstand die touristischste Gegend - leider mit einem momentanen Mangel an Touristen, weshalb die Souvenirverkaeufer eine Spur zu uebereifrig sind ;o(. Da braucht man sich dann auch nicht wundern, wenn man grad arglos durch die Strassen radelt, und einem ploetzlich der Weg von einem anderen Radler oder Mopedfahrer (der Souvenirverkaeufer) abgeschnitten wird. Zuerst gibt's dann ein bisschen Smalltalk ('hello, where are you from?' - das kenn ich ja mittlerweile schon ganz gut ;o) - gefolgt von einem 'painting/postcards etc.'. Mit der Zeit kann das dann echt nervig werden, nachdem das ziemlich oft vorgekommen ist und ich wollt dann zum Schluss schon gar nimma aufs Radl steigen :o(.
Ausserdem geht in Bagan das Betteln aeusserst aggressiv vor sich. Ein Erlebnis, wo ich mich schon etwas geaergert hab, war als ein kleines Maedchen mir einen Papierschmetterling 'schenken' wollte ('present!, present!') und sobald ich das gute Stueck genommen hatte, gab's dann in einem ziemlichen Befehlston die Forderung 'money!'.
So schoen Bagan landschafltich auch sein mag, ich bin dann doch einen Tag frueher als geplant (ich bin eindeutig zu sensibel fuer dieses 'harte Plaster' ;o)) wieder nach Yangon angekommen und mach mir nun noch einen stressfreien Tag heute :o) - morgen sitz ich dann eh den halben Tag im Flieger.
Liebe Abschiedsgruese aus Yangon,
Ingrid
Blogeintrag gelesen von 514 Besuchern.
Spam?