...erste Kontrolle der Taschen und Tickets. Nachdem wir unsere Rucksäcke am Schalter abgegeben hatten, tranken wir noch etwas und gingen dann durch die Sicherheitsschleuse, wo wir erneut durchsucht wurden. Es gab getrennte Warteschlangen für Frauen und Männer. Im Gegensatz zu Rudi hatte ich feste Schuhe an, die ich dann ausziehen musste. Dafür musste Rudi den Inhalt seines Handgepäcks vor einem Uniformierten ausbreiten. Dann konnten wir weiter in den Warteraum für unseren Flug. Leider verweigerte mir eine Beamtin den Zutritt, weil ich auf meiner Boardingkarte keine Stempel der Kollegen hatte. Also musste ich nochmal zurück und mir ebenfalls meinen kleinen Rucksack durchsehen lassen. Vorher hatte mich niemand dazu aufgefordert.
Dann ging es per Bus zirka 100m weit zum Flugzeug. Bevor wir es betreten konnten, wurden wir und unsere Taschen ein weiteres Mal überprüft und diesmal musste ich meine halbvolle Cola-Flasche abgeben. Mit 10 Minuten Verspätung ging es dann los. Meine Anspannung war unbesorgt. Es gab keine besonderen Turbulenzen. Um 16.12 Ortszeit landeten wir auf dem Indira-Gandhi-International-Airport.
Über das Internet hatten wir in den vergangenen Tagen mehrere Hotels angemailt. Das Hotel Prince Polonia hatte geantwortet, dass es renoviert würde und wir 15% Rabatt auf den Onlinepreis erhalten. Wir hatten zugestimmt, den Abholservice und eine Nacht zu bezahlen.
Es wartete bereits jemand auf uns und mit einem (Marati) Suzuki WagonR (Baugleich Opel Agila) mit extra Fahrer ging es in Stadt. Der Kofferraum war wegen des Erdgastanks nur eingeschränkt nutzbar, sodass ein Rucksack auf dem Schoß des Beifahrers transportiert wurde. Auf dem Weg wurde noch getankt, wobei wir 4 Insassen das Fahrzeug verlassen mussten.
Nach gut einer Stunden kamen wir an. Das Hotel war eingerüstet und über eine Treppe ging es zur Rezeption, die wegen der Baumaßnahmen im angrenzenden Schmuck-Shop untergebracht war. Wir gaben die Passe ab und dann ging es ins Zimmer in den ersten Stock.
Man glaub es nur, wenn man es selbst gesehen hat: Wir befanden uns nicht in einem Hotel, sondern mitten auf einer Baustelle! Stellt Euch einen Rohbau vor. Wir gingen hinter dem Boy mit dem Schüssel die Treppe hinauf; vorbei an hämmernden und sägenden Bauarbeiter. Überall hingen die Kabel herum, lagen irgendwelche Wasserschläuche herum. So, wie man es halt von einer Baustelle eines Neubaus kennt.
Das erste Zimmer hatte nur einen Blick in den Innenflur und keinen Balkon, den wir bestellt hatten. Also wurde kurz telefoniert und dann ging es durch die Baustelle in den dritten Stock. Auch hier wieder Dreck und Arbeiter auf dem Flur. Die Tür wurde aufgeschlossen (Am Türgriff und –scharnier klebte noch die Plastikverpackung) und wir standen in einem total neu ausgestattenden Raum. Flachbild-TV, Sat-Receiver, Klimaanlage,, Blick auf die Stadt. Modern und sauber. Aber mit Baustelle vor der Tür.
Oben im Dachrestaurant sah es nicht besser aus. Zwei Plastiktische mit Stühlen neben dem Swimmingpool, der allerdings sauber und gepflegt wirkte. Auf der anderen Dachseite auch hier Baustelle.
Als wir ins Zimmer zurückkehrten, bekamen wir den Schlüssel nicht mehr aus dem Schloss zurück und riefen in der Rezeption an. Danach war uns klar. Hier bleiben wir nur eine Nacht.
Und so machten wir uns auf die Suche nach einer anderen Unterkunft und wurden schon im zweiten Hotel fündig, dass nur 5 Minuten entfernt lag.
Das Jyoti Mahal hatten wir bereits im Internet gesehen, allerdings war es uns zu teuer gewesen. Ein Blick in mehrere Zimmer ließ uns aber keine Wahl. Hier wollen wir hin. Und so buchten wir uns gleich ein und holten das Gepäck aus dem Polonia. Wir mussten nun die erste Nacht doppelt bezahlen. Das taten wir gerne.
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