...habe, und die man bei einer Reise nach Kuba berücksichtigen sollte. Da ich gelernt habe, dass hier fleissig Kuba-interessierte mitlesen , hilft es vielleicht dem einen oder anderen ;-)
1. Das Geld
Wer in Touristenzentren wie Varadero Urlaub macht, hat zumindest kein Problem mit dem Umtausch: Dort wird der EURO als offizielle Drittwährung akzeptiert ! EC-Karten kann und sollte man besser zuhause lassen. Sie nützen einem auf Kuba nichts, und können nur geklaut werden. Nützlich sind MASTERCARD und VISA, mit denen kann man an Geldautomaten abheben. Allerdings sollte man sich die Automaten genau ansehen. Kartenmissbrauch ist auch in Kuba wohlbekannt ! Andere Kreditkarten wie AMEX oder Diners werden per se nicht akzeptiert ! Auch Travelercheques kann man sich schenken. Also: Entweder Bargeld, oder Kreditkarte
Der Umtausch in die Touristenwährung Pesos Convertibles (CUC) ist unproblematisch, und wird in entsprechenden Wechselstuben oder Hotels durchgeführt. Das Verhältnis zum Euro beträgt z.Zt. 1 Euro = 1,22 CUC
Allerdings ist der CUC ironischerweise (den man ja ablösen wollte) an den Dollar gekoppelt, und das Verhältnis kann sich stets ändern.
Wenn man auf Kuba unterwegs ist, empfiehlt es sich einen Miettresor im Hotel zu mieten, und immer nur das Geld mitzunehmen, was man für 1 Tag braucht. Der Rest bleibt im Tresor, ebenso alle wichtigen Papiere, die man nicht braucht (Pass, Touristenkarte,Perso, Führerschein, Karten....) Solange man eine Fotokopie des Reisepasses samt Kopie der Touristenkarte mit sich führt 8plus ggfs den Führerschein) , reicht das der kubanischen Polizei praktisch immer aus, und Touristen werden eh kaum kontrolliert.
Wer sich in Kuba als Tourist aufhält, sollte immer reichlich 1 Peso CUC - Scheine bei sich haben. Auf Kuba wird bei allen Handreichungen Trinkgeld verlangt, und 1 Peso CUC ist da die Standardgröße. Zum Vergleich: Ein CUC entspricht ungefähr den Tageslohn eines kubanischen Arbeiters ! Wer keinen 1 CUC- Schein in der Tasche hat, steht vor dem Dilemma entweder kein Trinkgeld geben zu können, oder 3, 5, 10 CUC geben zu müssen.....
2. Die Anreise
Wer nach seinem 10-Stunden Flug gemartert aus dem Flieger klettert, sollte sich auf die Einreiseformalitäten einstellen. Jeder Tourist muß ja bei der Einreise eine Touristenkarte bei sich haben, die das Visa ersetzt. Dieses Verfahren ist so gewählt worden, weil ein Kubanischer Visa-Stempel im Pass, später bei der Einreise in die USA zur Abweisung führen könnte. Die Kubaner kontrollieren akribisch, genau und professionell. Von jedem Touristen wird ein Foto gemacht, dann gibt es die Papiere, und das wars. Die Grenzoffiziere verziehen in der Regel keine Miene, und verhalten sich korrekt und neutral - mit etwas Charme kann man aber auch der neutralsten , meist hübschen Grenzpolizistin ein Lächeln abtrotzen ;-)
Danach sucht man sich sein Gepäck. Hier kommt ein wichtiger Tip, den man berücksichtigen sollte: Wer sein Gepäck nicht auf dem angekündigten Band findet, sollte auch mal auf den anderen Bändern nachsehen. Mein Koffer z.B. befand sich z.B. auf dem Gepäckband eines Fluges aus Kanada. Mit der Verteilung der koffer auf die Bänder nehmen es die Kubaner nie so genau, und ich habe einige Europäer kennengelernt, die dann frustiert ins Hotel gefahren sind, und 3-5 tage aufs Gepäck warten mußten...
3. Hotels
Es gibt verschiedene Möglichkeiten auf kuba zu übernachten. Zunächst einmal gibt es die Touristenhotels in den Touristenregionen. Diese versprühen manchmal einen spätsozialistischen Charme, und man sollte sich die Angebote genau ansehen. Grundsätzlich gilt: Am besten immer ein Hotel nehmen, an dem internationale Hotelketten beteiligt sind. Staatsbetriebe wie die Kette Grand Caribe werden auch häufig wie eben solche geführt. Bei Joint Ventures fließt westliches Know How mit ein, und der Schlendrian wird so begrenzt.
Alternativ gibt es Paladares, also Privatunterkünfte. Man sollte diese aber nicht einfach so buchen, man kann da ordentlich auf die Nase fallen. Zudem: Die Paladares werden vom Staat ständig kontrolliert, und man muß häufig seinen Pass vorlegen, was einfach nervt. Man kann aber auch Glück haben, und bekommt für wenig Geld eine tolle Unterkunft mit Anschluß. Paladares sind eher etwas für Kuba-erfahrene, oder risikobewußte...
Wer nach Havanna reist, sollte sich im Klaren sein, das Havanna selbst keinen Strand hat. Man muß also täglich eine Stunde investieren, um an den Strand zu kommen. Das geht zwar recht günstig und unproblematisch, wen aber nach dem Besuch irgendwelcher Sehenswürdigkeiten um 15.00 Uhr die Badelust befällt, könnte ein Problem bekommen.Also, ein Hotel mit Pool in Havanna zu wählen, ist nicht die dümmste Idee ;-)
4. "Freunde"
Auf kuba einen Freund zu bekommen ist vollkommen unproblematisch. Man muß die nicht suchen - die finden einen!!!! Und wenn man dann "gefunden wurde", wird man die nur schwer wieder los.
Das Spiel funktioniert wie folgt: Der Freund kennt natürlich die besten Bars, Paladares, Events, Taxis und führt einen dort nur zu gerne hin (um dann Provisionen einzufordern, die einem später aufgeschlagen werden) . Zudem hat jeder "Freund" immer einen Onkel, der einen Cousin 3. Grades hat, der zufällig in einer Zigarrenfabrik arbeitet......Allerdings wissen mittlerweile auch die dümmsten Touristen, dass die staatlichen Zigarrenfabriken strengstens kontrolliert werden, und die Mitarbeiter dort keinen Schmu machen können.....
Jetzt gibt es die verschiedensten Strategien, wie man sich der Leute entledigen kann... Eine sagt, dass man dem "Freund" sagen soll man wäre Russe. Jeder Kubaner weiß, dass man von Russen nichts zu erwarten hat...... Stimmt schon, aber wer den Trick mit dem "Soya Russia" anwendet, muß darauf gefasst sein, dass der Freund mal mit Russen zu tun hatte, und man selber dann die A-Karte gezogen hat....
Dabei geht es doch sooo einfach: Man versteht nur Deutsch, und auf Spanisch kann man nur non comprende sagen.. Kein kubaner versteht erfahrungsgemäß deutsch, und so entledigt man sich zu 99,5% eines jeden "Freundes"
Das funktioniert übrigens auch bei "Freundinnen",die allerdings ein anderes Leistungsportfolio haben ;-)
Auch von diesen Ladys ist unbedingt Abstand zu halten , es sei denn man will unbedingt abgezockt werden, oder wider Willen ratzfatz eine Familie gründen.. Die Motivation der Freundinnen liegt immer entweder im gut gefüllten Geldbeutel, oder im Reisepass des Touristen.
5. Kriminalität
Gibt es ! Man sollte gut auf sein Eigentum aufpassen (also nicht so wie ich) . Eigentumsdelikte an Touristen sind an der Tagesordnung. Man sollte sich auch nicht durch die omnipräsente Polizei beirren lassen. Es wird geklaut, was das Zeug hält. Ein Beispiel?
Mir wurde mein Apple IPhone geklaut. Da das Iphone auf kube nicht verkauft wird, weil die staatliche Mobilfunkfirma CUBACELL keine Datendienste anbietet, dürfte es ja praktisch IPhones nur in der Hand von Touristen geben. Mitnichten, die Dinger sind bei Einheimischen weit verbreitet, und können nur aus Diebstahl stammen.
6. No Politics
Generell gilt: Niemals das Thema Politik ansprechen. Man weiß nie wer vor einem steht, und entgegen der staatlichen Propaganda gibt es immer noch massig Anhänger von Batista & Co. im Land. Man kann sich nur in die Nesseln setzen.
7. Internet
Gibt es auf Kuba nicht wirklich. In Kuba gibt es nur ein abgeschottetes Netz, und das normale Netz ist unerreichbar. Nur in speziellen Institutionen und internationalen Hotels gibt es ein wirklich freies Internet , und nur für Ausländer. Allerdings in miserabler Qualität für 6 CUC / Stunde. Auch die Verbindung über das Mobilfunknetz ist nicht existent.
8. Telefonieren
Deutsche Handys funktionieren auch in Kuba, allerdings zu horrenden Preisen. Fasse Dich kurz sollte Dein Motto sein. Auch SMS-Versand und Empfang funktioniert problemlos. Wie schon geschrieben: Datendienste gibt es nicht..
So, ich beende jetzt mal den Blog. Ein Fazit ? Kuba ist ein tolles, spannendes Land im Umbruch. Die Reise hat sich gelohnt, und ich komme vielleicht irgendwann mal wieder. Ich kann es nur jedem empfehlen !
Wenn ihr demnächst reist, wünsch ich euch viel Spaß !