...verfeinern mussten wir doch abends feststellen, dass es ein paar Stunden zu viel in der Sonne waren, vor allem für Ise, die hatte nen richtig üblen Sonnenbrand.
Aber wir waren ausgeruht für die Nacht und haben sie auch ganz ausgekostet. Wir wurden von einem Arzt der Klinik abgeholt, Solange, die andere Famulantin war auch dabei und es ging erst mal in eine Bar mit Live-Musik. Die Band war total gut, und wir nach zwei Caipirinhas schon total betrunken, bevor wir dann mit zwei weiteren Freunden des Arztes weiterzogen ins Byblos, einer Disco in der Stadt.
Kaum angekommen stand schon wieder der ganze Tisch voll mit Sekt, Bier, Schnaps, alles umsonst, denn wenn afrikanische Männer einen ausführen, kommt es nicht in Frage, dass die Frauen etwas bezahlen. Wir dachten uns nur: armes Afrika...Wobei der Cousin des arztes in Frankreich lebt und arbeitet, weshalb wir das dann auch ohne schlechtes Gewissen annehmen konnten. Die Nacht ging so schell vorbei, wir haben gatanzt wie Afrikanerinnen, jedenfalls fast....und ich habe vorher noch nie Männer gesehen, die so gut tanzen konnten wie die afrikanischen Männer. Die Musik hier animiert aber auch einfach immer so sehr zum Tanzen, es kamen vor allem viele Lieder mit Salsabeat. Und dann hat hier jedes afrikanische Land so seinen eigenen Tanz, das können wir zum Beispiel überhaupt nicht unterscheiden!
Auf einmal wars dann schon halb sechs, ohne dass wir vorher auch nur einmal auf die Uhr geschaut haben, und wir wurden dann schließlich nach Hause gefahren.
Der Sonntag war leider etwas verkatert, da Samstag abend noch eine deutsche MTA hier angekommen ist, wollten wir ihr den Strand zeigen und mit ihr Fufu essen gehen. Dabei ist uns aufgefallen, wie normal das alles hier schon für uns ist. Für Ise ja sowieso, aber inzwischen fühle ich mich hier auch richtig wohl und bin schon etwas traurig, Lomé am Montag zu verlassen.
Der Cousin des Arztes, der mit uns in der Disco war hat uns dann am Montag Abend noch zu seiner Familie zum Essen eingeladen. Wir haben natürlich zugesagt, und als er uns abgeholt hat, stand er da mit zwei riesigen wunderschönen Blumensträußen...das Essen war total nett, es gab Fisch mit Gemüse und Reis, als Aperitif etwa sieben verschiedene Schnäpse und richtig viel guten Wein. Es war wie klein Frankreich in Afrika, lang essen mit viel wein.Zum Glück können wir mittlerweile alles verstehen und den Gesprächen folgen, am anfang wäre das ja eine Katastrophe gewesen! Nurr selbst zu reden ist schon manchmal noch schwierig, vor allem wenn man so lange braucht um einen Satz zu bilden. Aber manchmal werden wir ja wirklich schon gefragt, ob wir Franzosinnen oder Deutsche sind und da sind wir schon ganz stolz drauf.
Diese Woche ist jetzt irgendwie auch schon wieder superschnell vorbei gegangen. Und heute hatten wir dann ganz unerwartet unseren letzten Famulaturtag, da wir vorhin erst gecheckt haben, dass morgen aufgrund des Ramadanendes Feiertag ist und eh nur ein Arzt in der KLinik ist. Naja, dann ist vielleicht eine kleine Aufbesserung des mittlerweile stark abgeklungenen Sonnenbrandes drin;)
Gerade waren wir zum Abschied mit der Schwesternbelegschaft Pizza essen, was auch wieder ein besonderes Erlebnis war. Wir saßen mit 10 Frauen in einem Restaurantraum, in dem ein Fernseher lief. Die Pizza war lecker und den Wein zum Essen durfte man von zuhause dazusteuern. Da man sich hier mit den Frauen leider oft nicht so gut unterhalten kann (und die das selber untereinander auch nicht so viel machen) schunkelt man schon mal zu der Musik aus dem Fernseher auf dem Stuhl mit, denn - wie Marleen schon schrieb - die Musik animiert immer zum Tanzen. Beim ersten richtig guten Song hält es dann keinen mehr auf dem Stuhl und so haben wir mitten im Restaurant einfach einen Dancefloor eröffnet und unsere afrikanischen Moves geübt. Echt nett!
Das ist ja ein buntes Partyleben bei Euch in Togo.Schöne Fotos!Alles Gute für eure weitere Tour;ich freue mich auf weitere Berichte .Liebe Grüße
Wir freuen uns über Eure interessanten Berichte und danken Euch, dass wir an Euerm Leben und Treiben teilhaben können.
Nur schade, dass die schöne Zeit so schnell zu Ende geht. Für den Ghana Trip wünschen wir Euch alles Gute.
...der ist schon wieder arbeiten.
Hallo Ise und Marleen,
endlich schreiben wie auch mal was. sind mal wieder irgendwie nicht dazu gekommen. kennst uns ja.
Da ist es ja richtig spanend in Togo. *Neidisch bin* auf das essen und die sonne. Ihr habt schöne Fotos gemacht und das macht spaß sich das so gut vorzustellen, wie es denn da so ist.
ja das mit den heiratsanträgen hab ich mir schon fast gedacht, das dass da so läuft.
mit dem Student aus der Schweiz musst du dann nochmal genauer erzählen, wenn du wieder da bist.
Ist jetzt die Hälfte um? Wie lange bist/seit Ihr noch da?
Bei uns ist alles gut. Bene ist nur etwas kaputt von der arbeit aber bald hat er Urlaub ab 22. glaube ich? Dann wollen wir, wenn das Wetter gut ist, wieder in das Stubeital fahren. Und am 2. Oktober heiratet meine große Schwester.
Am 4. Okt. wird es dann erst für mich mit der Schule und Bene bleibt noch ein Monat länger im Schloß.
Viel Spaß noch und endeckt noch viel mehr. Bring ein Rezept mit was man dann hier nachkochen kann. Was mit Okra finde ich gut ;)
naja
Tschüü
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