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matt84s Blog

Bir Sitta - Die Wüste lebt (nicht)

06.03.2011 | Bilder5 | Kommentare0 | Ägypten  - Alexandria, Al Iskandarīyah
Das ich an meinem lezten Wochende in Aegypten noch etwas richtig spannendes erleben wollte lag ja auf der Hand. Da mich mein Ausritt zu den Pyramiden echt verzaubert...

...hatte wollte ich nun mehr Wueste sehen. Deswegen buchte ich eine Desert-Safari.

Frueh morgens ging es ueber 5h in Richtung Nordwesten, dort wo die Sahara zu finden ist. Schon bei der Busfahrt wurde mir klar, ausserhalb der Staedte Aegyptens gibt es nicht viel ausser Sand und ein paar Oasen. Wir hielten in einer solchen Oase, Bir Sitta und ich wurde von meinem Local Guide und seinem 4WD abgeholt. Ein Toyota Land Cruiser, mein Lieblingsauto! Es geht nie kaputt und auch die Australier schwoeren drauf! Der perfekte Begleiter wenn es Off-Road geht. Auf dem Ruecksitz sassen ein paar freundliche Chinesen. Zum ersten Mal auf meiner Reise freute ich mich tierisch andere Touristen zu treffen. Das Abenteuer begann...

Wie soll ich meine Erfahrung nur in Worte fassen? Wo fange ich am besten an? Zunaechst einmal ist die afrikanische Wueste wie erwartend komplett anders als die Duerre in Australien. Vor allem ist sie unglaublich abwechslungsreich. Sand ist nicht gleich Sand und Wueste ist nicht gleich Wueste. So kletterten wir auf die Berge des Black Desert, durchstreiften die Landschaft der weissen Steppe, suchten Klunker an den Edelsteinfelsen (ja, die Chinesen gingen ab wie an Chinese New Year) und fuhren auf die strandartigen, feinen Sandduenen der Sahara. Wenn man so ueber die Strassen brettert und sieht wie der Wind einen seichten Schleier aus Sand ueber den Asphalt fegt, kommt einem das so vor als bewege man sich durch eine Wolke. Ich bereuhte es so sehr, dass ich ein scheiss Kamera hatte und ein schlechter Fotograf bin. Die Musik im Auto war ein absoluter Killer. Unser Guide folterte uns stundenlang mit arabischem Gedudel aus den Lautsprecherboxen. Das wars dann wohl mit dem Tringeld, mein Lieber...

Als die Sonne unter ging fuhren wir wieder Off-Raod und bauten unser Lager auf...in der Mitte von Nowhere!!! Ehrlich, wuerde mich hier jemand aussetzen, ich wuesste nich wohin ich mich zuerst verlaufen sollte. Selbst wenn man auf die hoechtse Duene klettert gibt es um einen rum unedlichen Weiten. Ich kam mir wirkich vor wie auf einer anderen Welt. Und jetzt kommt das eigentliche Highlight und der groesste Unterschied zu der australischen Wueste:

Die Stille. Waehrend Down Under um einem herum Buesche fegen und Tiere herum huschen gibt es in der Sahara absolut keine Geraeuschkulisse. Ich habe so etwas noch nie erlebt. Noch nicht einmal Wind fegte durch meine Ohren. Es war so still, dass man locker hoeren konnte wenn zehn Meilen weiter ein einsamer Beduine einen fahren laesst. Es war absolut umwerfend entspannend. Manchmal dachte ich, ich waere bestimmt tod. Jedoch konnte ich dann durch die Stille meinen eigenen Herzschlag wahrnehmen. Alleine deswegen war es die Reise wert. Mit wurde auf einmal bewusst wie viel Laerm um uns herum im Alltag herrscht.

Wir schliefen in Schlafsaecken unterm fantastischen Sternenhimmel. Die Chinesen waren ebenfalls hin und weg. Uns besuchten nach dem Dinner noch ein paar nachtaktive Wuestenfuechse und als sich die Milchstrasse vor meinen Augen auftat schlummerte ich langsam ein...

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