...gefühlt als würde ich in einem Hochglanzbildband herumlaufen! Nur das in Bildbänden meist nicht die Horden von Touristen zu sehen sind. Viele Orte in den Rockies sind im Sommer total überlaufen und so viel deutsch wie gesprochen wird, müßte Deutschland eigendlich halb leer sein! Am Lake Louise haben wir einen schönen (und sehr steilen) Hike zum Teehaus gemacht! Wirklich wunderschön, obwohl wir oben von einem Gewitter überrascht wurden und auf dem Rückweg sehr naß geworden sind! Auch der Emerald Lake mit einer traumhaft gelegenen Lodge ist eine Umrundung wert.
Nach einem Ausritt durch die Umgebung von Banff, sind wir auf dem Icefield Parkway Richtung Norden unterwegs gewesen. Sicher einer der schönsten Strassen überhaupt. Ein Abstecher zum Atabasca Gletscher durfte nicht fehlen.
In Jasper hat uns dann entgültig das gute Wetter verlassen. Dafür gab es schon vor dem Frühstück eine Photosession mit Grizzly!!! am Wegesrand. Wir haben einen gemütlichen Nachmittag mit lesen und schlafen in unserem komfortabel großen Mietwagen verbracht. Als dann doch noch die Sonne ein wenig rauskam, schnell ein paar Photos am Maligne Lake bei nur noch 6 Grad. Auf den umliegenden Bergen war frisch gefallener Schnee zu erkennen!
Nach dem wir die Rockies hinter uns gelassen haben, scheint auch schnell wieder die Sonne. Ein paar Tage später auf Vancouver Island wabert zwar eine dicke Nebelschicht über den Strand. Dies ändert aber überhaupt nicht an der besonderen Atmosphäre im ruhigen Tofino, wo der meiste Lärm von startenden Wasserflugzeugen verursacht wird und Sonnenuntergänge schon etwas besonderes sind.
Zwei Tage später, ab nach Victoria, der Hauptstadt B.C.s! Super schön gelegen und mit viel englischem Charme ausgestattet. Das Parksystem ist etwas merkwürdig und wenn man trotz Parkschein ein Ticket bekommt, welches dann auch noch über Nacht geklaut wird ist man schon ein wenig verwirrt. Naja, haben wir mal einfach ignoriert.
Am nächsten morgen wartet die Fähre in die USA. Die Einreiseprozedur gleicht der am Flughafen, nur der Beamte ist deutlich entspannter und gibt uns den weisen Rat in Forks gut auf die Vampiere zu achten! Wie mitdenkend von ihm!
Die Sonne müssen wir leider in Victoria zurücklassen, den Port Angeles liegt wie nicht anders zu erwarten unter einer dicken Wolkenschicht. Auch beim verlassen der Fähre müssen wir erklären, warum wir wohl nach Forks und LaPush wollen. Sehr peinlich....also ich hab noch nie was von einem "Twilight" gehört!
In Forks ist irgendwie alles total Twilight verrückt. Es gibt nicht ein Laden, Restaurant, Hotel, Motel, Tankstelle oder whatever, was nicht mit irgendwelchen Twilight-Dingen wirbt. Überall laufen Horden von Tennies rum, die wohl irgendwie ihren mitleiderregend verzweifelt aussehenden Eltern so lange in den Ohren gelegen haben müssen den Sommerurlaub ausgerechnet hier zu verbringen! Es wird auf jeden Fall alles geknipst, was nicht weglaufen kann und selbst da bin ich mir nicht so sicher. Haben fleißig mitgemacht, man will ja schließlich nicht auffallen.
Die Nächte haben wir in einer süßen Lodge mitten im Wald verbracht, obwohl uns ein Schild für die aktuelle Vampiraktivität mit dem Pfeil auf „Danger“ eindeutig davor warnte.
Der Besuch im Olympic Nationalpark und dem Hoh Rain Forest hat super viel Spass gemacht, nicht zuletzt der strahlenden Sonne, die uns den ganzen Tag begleitet hat! Es gibt sie also auch hier! Ist Forks auch wirklich keine sehenswerte Stadt, so sind die Strände von LaPush definitiv ein Besuch wert und nicht nur wegen der hier gedrehten Filmszenen. Insbesondere Second Beach ist mit den vielen vorgelagerten Felsinseln und der wenigen Menschen die den Weg dahin finden (der Parkplatz ist ca. 1 Meile entfernt) einfach nur traumhaft und steht ab sofort auf der Liste meiner Lieblingsorte ganz oben!
Uns weil es da so schön war, sind wir erst abends mit der Fähre nach Seattle übergesetzt und nur noch recht k.o. ins Bett gefallen.
Am nächsten morgen, auf nach Arizona…
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