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michaelaweiss' Blog

Burma - George Orwell hatte Recht

05.05.2009 | Bilder4 | Kommentare1 | Birma 
Wer kennt nicht das Buch "1984" von George Orwell. Eine erschreckende Novelle ueber einen Ueberwachungsstaat, der dem Individuum jegliches normale Leben...

...unmoeglich macht und jeden Schritt und Tritt kontrolliert. Die Idee dieses Buch zu schreiben hat Orwell in Burma bekommen und wie wir auf unserem Kurztrip in dieses Land zwischen Indien, China und Thailand festgestellt haben, existiert leider noch viel zu viel von dieser Schreckensherrschaft.

Unser Trip in der "Union of Myanmar#, wie sich Burma heute nennt, begann damit, dass wir in einem zwielichten Immigrationsbuero unseren Ausweis abgeben mussten und eine voruebergehende ID-Card bekommen haben. Ziemlich beklemmend, denn was ist man ein einem fremden Land ohne Passport?? Die ersten Eindruecke von Myanmar waren dann Roecke-tragende Maenner, die irgendwelchen roten Fruechte kauen, Frauen die weisses Make-up im Gesicht haben und die Erkenntnis, dass wir in der Grenzstadt Tachilek nicht mit unseren getauschten US-Dollars bezahlen konnten (wie es so schoen in unserem Reisefuehrer steht, den wir aus gegegbenen Anlaessen nicht mehr Lonely Planet, sondern Lonely Lier nennen), sondern thailaendische Bhat brauchen. Der nette Besitzer unseres Guesthouses konnte uns aber weiterhelfen und wir haben auf dem "Schwarzmarkt" unsere Dollar wieder in Bath getauscht, um wieder liquide zu sein.

Nach einer Nacht in Tachilek in einem sehr spartanischen Zimmer haben wir am naechsten Morgen den Bus nach Kentong genommen. Hier sei erwaehnt, dass es in Myanmar genau festgelegt ist, wie weit man reisen muss und wir hatten exakt 3 Staedte zur Auswahl. Das interessante an dieser Busfahrt durch die aermste Region, die ich auf meiner Reise gesehen habe, war, dass wir regelmaessig anhalten mussten, alle Passagiere aussteigen mussten und kontrolliert wurden. Als wir nach Stunden ueber den Highway (was bei uns das Adequat zu einem besseren Feldweg ist), sind wir in Kentong angekommen, wo wir allerdings nicht frei entscheiden durften, wie wir wo hingehen, sondern mussten unserer ID-Card folgen, die direkt vom Busfahrer an einen Taxifahrer weitergegeben wurde und fanden uns wenig spaeter in einem wirklich netten Guesthouse wieder, dessen Besitzerin uns dann geradewegs beim oertlichen Immigrationsbuero anmelden musste.

Fazit: Ein interessanter Trip mit vielen kopfschuettelnden Erlebnissen. Die Leute waren fuer mich die freundlichsten in Asien. Es haben uns so viele auf der Strasse angesprochen und waren einfach nur total nett und hilfsbereit. Allerdings tun mir die Leute so leid, da sie unter einer diktatorischen Regierung leiden und in diesem Land so einfach nichts vorwaertsgehen kann.

FREIHEIT FUER BURMA!

Dieser Eintrag wurde in der Kategorie Suedostasien erstellt.

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Kommentare (1)

  • (#1) chaos23 sagte am 06.05.09 um 19:56 Uhr:

    Hallo Michaela,
    ich sehe, ihr habt den Trip über die Grenze bei Tachilek gemacht - aber allzuweit kommt ihr da ja nicht oder? Meines Wissens nach nicht mal bis zum Inle Sap, ihr müsst ja auch noch bei Tachilek wieder ausreisen oder? Ich überlege, diesen Sommer reinzufliegen, da der Landweg immer noch nicht offen sein wird - vor allem da ja auch noch "Wahlen" sind ..
    Übrigens hat Orwells Buch mit dem jetzigen Regime nicht viel zu tun - aber esist erschreckend, wie gut es auch nach über 60 Jahren noch auf viele Diktaturen dieser Welt passt.
    Hattet ihr eigentlich Probleme mit dem Visa? Ich bin Journalistin und muss da glaub echt aufpassen *grins*
    Warte gespannt auf Nachrichten aus Birma!


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