G'day Uli,
also der Blog ist in Arbeit, sitze gerade dran und ein neuer Blog ist schon hochgeladen... Habe jetzt mehr Zeit zum Schreiben, da mein Kumpel, mit dem ich bisher zusammengereist bin, alleine weitergezogen ist. Ich bleibe weiterhin auf der Farm und warte darauf, dass mein neues Auto repariert wird... Bis dahin fahre ich mitm Fahrrad zur vier Kilometer entfernten Farm, wo ich Limetten vom Baum hole. Ich werd heut nochn bissel am Fahrrad rumbasteln (die Bremsen funktionieren nicht gut genug...) und dann morgen das Umland erkunden. Haette ich einen Helm, koennte ich sogar mal in die Stadt fahren, doch da in Australien Helmpflicht herrscht, werde ich mir das wohl verkneifen. Trotz der Helmpflicht wuerde ich auch lieber einen tragen, da mir erst diese Woche ein Kaenguru vors Fahrrad gesprungen ist und ich schnell abgesprungen bin um besser bremsen zu koennen :)
Die Kaengurus sind eh ganz komisch... Sehen sie ein Auto kommen und stehen am Strassenrand, treten sie nicht etwa den Rueckzug an, so wie das alle anderen Tiere machen, sondern springen einen direkt vors Auto... Oder eben auch vors Fahrrad. Als wenn es den Kaengurus Spass macht ihr Leben zu riskieren und Autos zu zerbeulen :)
Das mit dem freiwillig auf der Farm sein hat wirklich seine Vorteile. Zum Glueck habe ich ein gutes Verhaeltnis zu meinem Boss und ich bin froh ihm auf der Farm zu helfen, da wirklich sehr viel zu machen ist. Doch micht freuts. Zum einen bekomme ich Geld und zum anderen lerne ich viele handwerkliche Dinge wie z.B. das Reparieren der Farmautos und Verlegen von Sprinklern fuer ein neues Limettenfeld.
Naja Millionen hab ich noch nicht verdient, doch zum Kauf eines Autos hats gereicht und nun zum Einbau eines neuen Motorkopfes muss es auch wieder reichen...
Danke fuer die ausfuehrliche Erklaerung zur Entstehung von Waltzing Mathilda. Ich glaube das Lied haben wir auch mal im Englischunterricht gesungen, doch wusste ich ueberhaupt nicht mehr, was es bedeutete...
Da hat das Lied ja einen doch sehr traurigen Hintergrund. Gewerkschaften wuerde man sich hier auch wuenschen, da manche Farmer ihre Arbeiter einfach austauschen, wenn diese nicht die Sympathie des Farmers haben. Oder auch eine Gewerkschaft der Bauern/ Farmer gibt es nicht. Die Farmer arbeiten eher gegeneinander und helfen sich nicht. Da weiss der eine Farmer nicht einmal, was sein Nachbar da eigentlich auf dem Acker hat... Der Farmer, der mir die kostenlose Unterkunft gibt hat zum Glueck recht viele Freunde unter den Farmern. Letztens hat es auf einer anderen Farm gebrannt und die Farmer haben geholfen wo sie konnten. Der groesste Feind der Farmer ist uebrigens nicht das Unkraut oder die Insekten, sondern die Regierung. Sie erlaesst Gesetze, die die Farmer voellig einschraenkt. Letzendlich verbringen die Farmer laengere Zeit bei der Bearbeitung des Schriftverkehrs als auf dem Feld. Ein Zusammenschluss von Farmern koennte viel mehr Druck auf die Regierung ausueben...
So ich werde mich dann mal meinem Fahrrad widmen.
Liebe Gruesse,
Klemens
Hey Uli,
ist das nicht verrueckt, was es fuer ein Spass macht Orangen usw. in einem fremden Land zu ernten und sich mit Arbeitern aus anderen Laendern und Kulturen auszutauschen? Ich finde das prima. Zur Zeit gibt es auf der Farm, wo ich im Moment arbeite, keine weiteren Arbeiter. Vor zwei Wochen habe ich Limetten mit Suedkoreanern und Japanern gepflueckt. Da z.B. die Koreaner etwas langsam bei der Arbeit waren koennte man nun auf alle Koreaner schliessen, dass diese auch den Arbeitsstil verfolgen. Doch ich habe zum Glueck schon vorher in Cooktown (Far North QLD) einen netten Koreaner getroffen, der mit solchem Elan dabei war seine aufgetragenen Aufgaben zu erfuellen, dass ich richtig erstaunt war. Sowas mag ich, wenn Arbeiter die Arbeit sehen und nicht erst fragen muessen, was zu tun ist oder schlimmer noch nur dumm rumstehen. Genau von diesem Holz war dieser Koreaner. Schade nur, dass ich mit ihm keine Adresse ausgetauscht habe, was ich im Nachhinein bereue und in Zukunft besser machen werde. Ich hoffe ich kann bald auch noch die Blue Mountains sehen, doch vor dem naechsten Jahr wird das sicher nichts, da ich vorhabe bis Februar fuer den (Limetten-)Farmer zu arbeiten. Auf seiner Farm sind jede Menge Wasserleitungen fuer ein neues Avocadofeld zu legen und spaeter dann Loecher fuer die Avocadobaeume selbst zu graben.
Dass du so beruehmte Verwandte hast ist ja schoen. Ich kenne dieses Lied. ich glaube das hat mal Rod Stewart gesungen. Wie genau kam es genau zu diesem Lied?
Achja die Wahlen, haette auch gerne gewaehlt, kam nur nicht dazu meinen Wahlschein im 30 km entfernten Ort abzuholen. Grund dafuer war das nichtregistrierte Auto meines Mitstreiters, der uebrigens in zwei Wochen mit dem nun registrierten Auto alleine weiterziehen will.
So ich werd bald schlafen gehen, um morgen fit beim Farmer anzutanzen.
Mit dem Eindruck von den Aussies hast du wohl recht, bin froh einen Italiener als Boss zu haben... Achja und faul sind die meisten Aussies, doch auch hier habe ich wieder einen jungen Mann gefunden, der genau das Gegenteil beweist...
Liebe Gruesse and also all the best.
Klemens
G'Day Mate,
how are u?
I am unfortunately nearly at the same place where I started my trip around Australia. There were some problems with our car and we work in the Tablelands to get some money now. My mate Marcel has a job on a farm where we're staying and I work on another farm in this region. I have picked limes and I cut hay bales there this week.
Where were you in Australia?
I see that you were on a lot of spots on this beautiful earth.
My Blog is nearly up-to-date now.
C ya.
Klemens
Ich bin in keinen Gruppen.
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