Platziert werden die Teilnehmer in allen Teilen der Vereinigten Staaten - also in einer Kleinstadt in Iowa genauso gut wie in einem Vorort von Boston. Auch wenn die Großstadt vielleicht zunächst aufregender klingt, bringen kleinere Städte einige Vorteile mit sich: In einer ländlichen Stadt ist es leichter, neue Freunde zu finden und sich in das oft stark ausgeprägte Gemeinschaftsleben einzuklinken, das Leben ist in der Regel kostengünstiger und sicherer, und nicht selten erreicht man als weit angereister Gastschüler fast schon Berühmtheit, weil derart "exotischer" Besuch nicht oft vor Ort ist.
Das US-amerikanische High School-System unterscheidet sich deutlich von dem vieler anderer Länder: Es ist landesweit vergleichsweise wenig standardisiert, d.h. die Bestimmung von Lehrplänen, Kursinhalten und Kriterien für das Erlangen des abschließenden High School Diploma liegen weitgehend in den Händen der einzelnen Bundesstaaten. Daher hängt das Kurs- und Fächerangebot einer Schule z. T. stark davon ab, in welchem Bundesstaat sie gelegen ist. Die vier Jahre der High School, von 9th bis 12th Grade durchnummeriert, sollen US-amerikanische Jugendliche bestmöglich auf das spätere Leben vorbereiten - und dazu gehören dementsprechend nicht nur akademische Fähigkeiten. An US-amerikanischen High Schools wird auch der Förderung von Eigenschaften wie Teamgeist große Bedeutung beigemessen. Wer den 12th Grade erfolgreich abschließt, erlangt das High School Diploma und kann damit das Studium beginnen. Das US-amerikanische Schuljahr ist wie bei uns in zwei Halbjahre - dort Semester genannt - gegliedert. Der Einstieg im Januar ist allerdings nur begrenzt möglich.
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