Registrieren  |  Tour

rucksackboulettens Blog

Paradiesisches Ende

01.03.2011 | Bilder0 | Kommentare2 | Thailand  - Bangkok, Krung Thep Mahanakhon
Angekommen im kleinen Paradies zum Ende der Reise: Insel Ko Phi Phi in Südthailand. Nach 1,5 Stunden Überfahrt mit der Fähre vom südlichen Festland...

...aus, kamen wir am Hafen Phi Phi´s an. Wir hofften, unser Plan ging auf, denn wir hatten keine Unterkunft reservieren lassen und fuhren erstmal auf gut Glück dorthin.

Es waren zu dieser Zeit etliche Inselbesucher da und mit jeder neuen Fähre sank unsere Chance auf eine schöne Unterkunft in unserer Preisklasse. Also \"stürzte\" ich als eine der Ersten beim Anlegen der Fähre sofort an Land zur Touristeninformation, während sich Christian sich um unser Gepäck kümmerte - welches ganz unten unter einem Berg anderer Gepäckstücke auf der Fähre verscharrt war.

Yeah! Es bedurfte nur 5 min um unser Traumziel zu buchen. Es lag ganz versteckt am anderen Ende der Insel, wir fuhren eine halbe Stunde mit einem der typischen kleinen Holzboote mit laut knatterndem Motor über das irre türkisblaue Wasser dorthin. Eine Hand im Wasser mitschleifend - wahnsinnig warmes Meerwasser, wir jubelten vor Freude !!

In einer ganz abgelegenen Bucht mit kleinem Strand - zu dem man nur mit dem Boot kommt - standen ein paar einfache Bambushütten auf Stelzen am Hang unter üppig grünen Palmen, dahinter Berge, undurchdringlicher Wald, davor direkt das irre blaue Meer mit feinem Strand voller Muscheln und Korallenstücke...unser Ziel!

Bis auf die Handvoll Thais, die sich um das kleine Strandrestaurant, die Bar und die Hütten kümmerten, waren maximal 20 Leute da und genossen mit uns den sehr entspannten Ort. Wir waren wie eine große Familie zusammen dort, wo keiner dem anderen auf die Nerven geht - jeder genoss seine Zeit - so auch wir...

...täglich wurde unzählige Male im warmen Meerwasser (ca.28 Grad) getobt und geschwommen, ich lieferte mir mit großer Begeisterung Wettrennen mit den Krabben am Strand, die waren superschnell mit ihren vielen Beinen und verschwanden dann plötzlich immer in ihren gegrabenen Sandlöchern. Christian spielte mit Einsiedlerkrebsen, Gottesanbeterinnen und anderem Getier, beobachtete die vielen bunten Fische an den Korallenriffen direkt in der Bucht. Schmetterlinge, so groß wie Vögel flogen einfach so umher!

Es gab Bücher (ich fand ein gutes deutsches :) und Knobelspiele eifach so zu leihen, zwei große Schaukeln hingen in Bäumen die kurz vorm Wasser wuchsen - zum Seele baumeln geschaffen! Ich saß gern vor unserem Bambushaus auf der Veranda, hörte Musik und blickte auf das endlos türkisfarbene Meer, was 20 Meter direkt vor unserem Haus begann - der Wahnsinn !!

Bei uns an der Ostsee würd ich so gern mal in einem strohgedeckten Häuschen hinter den Dünen wohnen und vom Bett aus aufs Meer schauen, doch leider ists viel zu teuer. Hier erfüllten wir uns den Wunsch. Das hoch gebaute Bett genzte direkt am Fensterbrett und jeden morgen stiessen wir einfach vom Bett aus die hölzernen Fensterläden auf und da rauschten schon die Wellen vor uns. Glasfenster gab es dort nicht, wozu auch.

Interessanter Weise gab es auch Ebbe und Flut, aber nicht so extrem wie an der Nordsee und auch nicht so matschig :-) Nur ein paar Meter. Das Meer kam zur rechten Zeit morgens nach dem Frühstück zurück und ging wieder am frühen Abend. Die Korallenriffe lagen dann teilweise frei und man konnte dazwischen umherstaksen. Ich fand eine leere Riesenklappmuschel, die so groß war wie mein Kopf und brüllte natürlich gleich voller Begeisterung los !!

Ein sehr schlechter, aber dennoch zu erklimmender Pfad führte durch den Wald über die Berge zum Hafenzentrum der Insel, auf der es weder Strassen noch motorisierte Fahrzeuge gab. Zweimal machten wir uns auf den Weg (was für ein schweißtreibener, einstündiger Marsch!) und erkundeten die kleine Insel. Für den Rückweg nahmen wir uns ein Taxiboot.

Bei einem Frühstück, wir orderten French Toast (ähnlich wie \"Arme Ritter\"), kam ein großer Affe aus dem Wald in unsere Richtung und gaffte uns an... vorerst! Wir fanden das ganz witzig, wußten aber wohl wie Affen auch anders sein können. Sie klauen dir die Brillen von der Nase und reißen Fotoapparate herunter, rennen damit auf nimmer wiedersehen weg.

Den Futterneid satt, sprang er auf einmal auf den Nachbartisch und war plötzlich ganz dicht bei uns - engstehende, fiese Affenaugen gierten auf unseren schönen Toast - und es kam was kommen mußte: mit einem Satz saß er mit seinem Affenarsch zwischen unseren Tellern und fauchte, zeigte seine spitzen Zähne, ich griff zum Teller - er war schneller... Genüsslich und hämisch grinsend, wie uns schien, saß er dann entfernt von uns und genoss seine Beute! Das Personal gab uns danach einen Besen als Waffe... So ein Affentheater :-)!

Nach einer ganzen Woche dort kannten wir schon alle Geräusche, die die Tiere nachts in naher Umgebung zum Haus machten - doch konnten wir oft nicht erraten, was das wohl für Tiere waren, die diese schrägen Laute von sich gaben. AmTag sah man so gut wie keine davon.

Kurz vor dem Überdruss des paradiesischen Lebens verliessen wir am 27. Februar die Insel wieder per Fähre und traten dann somit die erste Etappe der langen Rückreise nach Hause an. Als wir dann nachmittgags zurück auf dem Festland endlich (herrgott!!) den richtigen Busbahnhof gefunden hatten und unser Ticket gen Norden vorzeigten, sagte man uns, dass ein Fehler beim buchen unterlaufen sei und es keine Plätze mehr für uns im einzigen Nachtbus für diesen Tag gab - welch eine Freude !!

Man schlug uns eine Übernachtung im Ort vor und einen Tag warten - kam nicht in Frage, wir mußten noch in dieser Nacht nach Bangkok aufbrechen! Jedoch ließ sich eine Strecke von einiges über 1000 km nicht so einfach kurzfristig organisieren. Nach so schönen Inseltagen standen wir dann genervt und rätselnd da. Es wurden jedoch für uns alle Hebel in Bewegung gesetzt und man organiesierte vor Ort einen Transport zu einem Bahnhof, der nochmal 3 Autostunden entfernt war und sicherte die letzten 2 freien Plätze in einem Nachtzug, der von dort aus nach Bangkok fuhr. Puh !!

So und da sind wir, nach diesmal ganz guter Nacht im Zug, nun gestern angekommen. Jetzt verbraten wir hier noch unser letztes Geld und dann gehts morgen zurück in den eventuell inzwischen schon leichten Frühling... so hoffen wir. Trotzdem werden wir sicher frieren wie geschorene Schafe. Hier sind locker 37 Grad.

Es waren 2 (für uns gefühlte 4 ) Monate mit einer Menge Eindrücken und Erlebnissen, die wir nie vergessen werden. Die Berichte sind nur ein kleiner Teil dessen was man hier wirklich fühlt und erfährt... man kehrt nie so zurück wie man losgezogen ist - was für uns der Sinn des Reisens ist.

Adieu - Eure Rucksackbouletten

Bookmark and Share

Kommentare (2)

  • (#1) Jana kullig sagte am 01.03.11 um 21:13 Uhr:

    Hallo ihr zwei, eure Blocks waren wirklich fantastisch wir haben sehr viel gelacht und viel nachgedacht ob es uns zu gut geht.
    Wir wünschen euch eine schöne Heimreise
    Bis bald Jana und Daniel

  • (#2) Jacqueline sagte am 01.03.11 um 21:29 Uhr:

    Hey ihr Bouletten,
    laßt Euch nicht auf die letzten Meter von Affen fressen. Ich freue mich schon sooooo das ihr wieder hier seid!!! 37 Grad haben wir hier auch, leider mit einem Komma dazwischen (so durchschnitlich jedenfalls) Dafür freut sich auch die liebe Sonne schon doll auf Euch, denn seit ein paar Tagen scheint sie und scheint und scheint....
    Hey- gute Heimreise - bis gleich!!
    Gruß und Kuss Jacqueline


Kommentar hinzufügen

Falls du ein globalzoo-Mitglied bist, bitte zuerst einloggen!
Name
Emailadresse
(wird nicht angezeigt)
Dein Kommentar
Spam-Schutz Bitte trage das Ergebnis der Rechnung in das Feld ein.
se + 6 = + 7 chs - vier =
All links get rel="nofollow". Spam entries will be deleted automatically!
 

Blogeintrag gelesen von 221 Besuchern.

Alle Blogeinträge nach...


rucksackbouletten