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Willkommen 2011 !!!

20.01.2011 | Bilder23 | Kommentare2 | Dominikanische Republik 
Auf geht`s in die zweite Halbzeit....drei Monate im Hochsommer sind vorbei! Endlich habe ich mal wieder Zeit meine Erlebnisse aufzuschreiben, es ist schon wieder...

...etliches passiert seit dem letzten Eintrag und meiner letzten Erlebnisdarstellung. Aber ich muss auch die Muße haben dazu, neue Erlebnisse die euch interessieren könnten und Eindrücke die ich weitergeben kann. Meine 5. Reise hat nun begonnen hier in der Karibik und wenn ich daran denke, dass ich noch weitere 5 vor mir habe bis ich absteige, dann hört sich das nicht viel an, kann aber noch verdammt lange werden. Bisweilen genieße ich immernoch den nicht vorhandenen Winter und die Freiheit meine Sommergardrobe wählen zu können wie ich Lust und Laune habe. Fast schon mitleidig empfangen wir hier immer die neuen Gäste, wenn sie mit blasser Haut am Check In stehen, sich die Kleider vom Leibe reißen und völlig übermüdet vom Jetlag sind. Und ich dann fröhlich joggend bei 30 Grad Mittagshitze, sage ich zu mir, dass ich schon ganz schön an das Warme gewöhnt bin fast schon zu sehr. Manches Mal vergesse ich sogar, dass wir ja auch ein neues Jahr haben und die vielen schönen Feiertage bereits lange hinter uns liegen, die Deutschland haben in ein Dornröschenschlaf fallen lassen. Zumindest merkt man das immer in der Geschäftsleitung in Rostock. Vielleicht interessiert es Euch, wie ich ins neue Jahr gekommen bin? Der Silvestertag war bei uns ein Seetag, wir fuhren nach Cartagena (Kolumbien), im Groben und Ganzen war es ein \\\"normaler\\\" Arbeitstag für uns, ein bisschen Radpflege und andere kleine Arbeiten. Die Crew durfte von 23.30 Uhr bis 03.00 Uhr hoch ohne Leisure Pin und sich unters Volk mischen. Es gab ein Feuerwerk an Board direkt, welches ich ehrlich gesagt nicht richtig mitbekommen habe, warum erkläre ich euch später an anderer Stelle. Einzige Nachteil an einem Feuerwerk auf dem Schiff ist, dass es einer Stelle bedarf, an dem es abgefeuert wird und da bot sich nur unser Crewdeck vorne am Bug. Was für uns bedeutete, dass die Biker nicht auf`s Pooldeck am letzten Tag des Jahres konnten. Aber auch das haben wir dann überstanden. Der Abend begann mit einem \\\"Jahresabschlusstraining\\\" für mich, das musste sein, ich konnte das Jahr nicht hinter mir lassen ohne noch einmal trainiert zu haben. Und dann habe ich mich fein gemacht für einen Abend zu zweit. Für Maik und mich stand fest, dass wir diesmal ein etwas anderes Silvester haben werden. Also kauften wir uns zwei Pullen Prosecco, schnappten meine Bose- Box und gute Musik wonach uns war. Auf dem Weg auf`s Deck5 dachten wir nicht daran, dass wir oben auf dem Deck neben 1500 Gästen wohl vielleicht das Feuerwerk verpassen, nein wir erwarteten andere \\\"Aussteiger\\\" auf dem Achtern Deck5. Wir öffneten die Türe und stellten fest, dass Niemand aber auch Niemand dort war, wir schauten uns an und konnten es kaum glauben. Mittlerweile war es dann auch schon 23.40 Uhr, also sollte es bald ins neue Jahr gehen. Wir legten gute Musik ein, tranken uns den Prosecco und waren uns genug, keine Reue, das wir die tobenden Menschen dort oben vermissen würden. Im Gegenteil, wir konnten es kaum fassen, dass es doch noch einen Ort auf dem Schiff gibt, an dem man allein sein könne. So genossen wir das neue Jahr, das Feuerwerk das sich wie ein tobender Feuerball über dem Wasser spiegelte, zauberte uns ein großes Grinsen ins Gesicht. \\\"Let freedom ring...\\\" schallte aus der Box und wir grinsten gleich noch viel mehr, unser Lied welches uns bis ins neue Jahr begleitete. Eigentlich warteten wir darauf, dass das Crewdeck gestürmt würde und die Megaparty abgeht, aber es passierte nix, wir waren noch allein bis bei uns dann das Licht ausging, weil mittlerweile jeder eine Flasche intus hatte. Ich hatte seit langem nicht so ein schönes Silvester, ich mag es eher ruhig und besinnlich mit guter Musik. Und da habe ich alles richtig gemacht und die Leute denen ich dann zum neuen Jahr gratulieren wollte, die waren auch noch am nächsten Tag da. Am 01. Januar 2011 erreichten wir Kolumbien/ Cartagena, meine Lieblingsstadt auf dieser Tour. Eine ganz eigenartige Stimmung machte sich in Cartagena breit, zunächst war das am drastisch ruhigeren Verkehr zu erkennen und dann war die Stadt wie in einen Schlaf gefallen und es dauerte bis in den Mittag, bis die Menschen wach wurden und die Stadt zum Neujahrsleben erwachte. Im \\\"Boca Grande\\\"- Stadtteil, der Stadtteil, wo sich die Amerikanischen Touristen tummeln, waren sie wie vom Erdboden verschluckt und die Einheimischen genossen \\\"ihre\\\" Strände. Auf den Promenaden standen die Einheimischen und beschallten sich mit ihrer Kolumbianischen Salsa Musik, aßen gebackene Maistaschen, frisches Obst, planschten im Meer herum und genossen den Tag im Kreise der Familie. Selbst in der Innenstadt, dem historischen Stadtkern saßen die Menschen auf den Straßen zusammen, holten ihre Tische auf die schmalen Gassen heraus, so dass kein Durchkommen für uns möglich war. Glückliche, entspannte Gesichter machten diese Tour zu einer besonderen Tour für mich. Denn diese Ruhe spiegelte genau das wieder wie ich auch in das Jahr gekommen bin und wie es für mich persönlich am schönsten war. Außerdem mag ich es gerne, wenn solche besonderen Tage auch als solche wahrgenommen werden, denn auf dem Schiff ging alles normal hektisch weiter: Loading von Waren, Müllentsorgung und Urlaubsgestaltung der Gäste. Schade finde ich immer, wenn alles immer so schnell weitergeht auf dem Schiff, die Zeit steht hier nie still und nichts ist von Beständigkeit, der Moment als solches muss auf dem Punkt gelebt werden, sonst verpasst du was und das macht oft auch Druck, dem man aber auch ganz gut entweichen kann, wenn man nicht grade 14 Stunden am Tag arbeiten muss. Ihr lest also, ich bin gut angekommen im neuen Jahr und es geht wieder von vorne los. Ich mag das so gerne, für alles gibt es neue Chancen, ein Trainingsjahr geht wieder von vorne los, die Jahreszeiten daheim die ich so mag und die Erfahrungen die es mit sich einherbringt mag ich so gerne. In meinem letzten Bericht habe ich darum gebeten, dass ich die Liebe sehen möchte und wie verhext ist mir ein Mann über den Weg gelaufen, der hoffentlich nicht nur meinen Weg kreuzt. Es ist immer wieder so, dass ich echt aufpassen muss was ich mir beim Universum wünsche, es könnte doch in Erfüllung gehen. Ich bin so dankbar Jemanden kennengelernt zu haben der es mir nicht schwer macht, einer der wie ich gerne lacht, gerne Sport macht, für mich da ist und mich leben lässt. Ein sehr schönes Gefühl, welches mich trägt und sehr sehr glücklich macht. Neben meinem Job, der mir nach wie vor Spaß macht und mich erfüllt. Grade auch, weil ich gutes Feedback bekomme sogar auch neulich in der AIDAWeblounge, hat mich ein Gast namentlich erwähnt, dass ihm eine Tour bei mir gefallen hat und zu einer der schönsten wurde, die sie je gemacht haben. Das erfüllt mich mit Stolz und zeigt mir, dass ich grade jetzt im Augenblick das Richtige tue, auch wenn ich einige Sachen vermisse, so ist doch vieles auch gut so wie es für mich läuft. Die südliche Karibikroute ist sehr reizvoll, für mich schon fast ein bisschen langweilig geworden, wenn ab nächster Reise eine andere Tour starten würde hätte ich nichts dagegen, aber die nächsten 5 Male werde ich wohl auch noch überstehen, so hab ich noch die Möglichkeit alles auszuerkundschaften, was ich noch nicht kenne oder die Routen auch mal anders zu fahren, weil ich mich immer besser auskenne. Manchmal können wir auch bei den Tauchern mit auf Schnorchelausflug gehen, wie ihr an den Bildern sehen könnte habe ich mich mal unter Wasser fotographiert, dort war ich auf Bonaire (niederländische Antillen) und habe an einem Trimaranauflug teilgenommen. Trimaran bedeutet, dieses Boot hat einen Glasboden in dem man sitzen kann und wenn man dann damit über die Riffe fährt, die sich rings um Bonaire befinden, dann kann man ohne zu tauchen viele Fische sehen. Wohl auch Delfine oder Wasserschildkröten. Beim schnorcheln kann man echt Zeit und Raum vergessen, so eindrucksvoll wie die Unterwasserwelt ist hätte ich mir das nie träumen lassen. Dabei war ich nicht mal richtig tauchen, sondern nur schnorcheln. Dennoch ist das Wasser nicht mein Element wo ich mich am wohlsten fühle, daher bietet schnorcheln eine gute Alternative zu den Tiefen des Wassers. Die zweite Reisehälfte gefällt mir persönlich am besten, weil die Inseln jede für sich ein Schmuckstück ist und ich genau das meinen Gästen immer wieder zeige wie einzigartig jede für sich ist. Leider kann ich euch nicht alle mit auf meine Lenkerstange setzen und euch zeigen was ich erlebe, es ist nur immer wieder ein Wunder für mich wie wir Tag für Tag hier durch die Gegend fahren und uns so selbstverständlich auskennen, über eine völlig unbekannte Gegend reden als wäre sie unser zweites Zuhause. Meine absolute Lieblingstour ist auf Grenada, mit dem Beach der Biker (auch auf den Bildern zu sehen), sowas tolles dort gibt es selten auf der Welt. Eine abgelegene Bucht, ganz ruhig nur das Meeresrauschen beschallt die Ohren. Ein herrlicher Blick auf´s Meer und den Hafen belohnt dann immer die Gäste für ihr Anstrengungen bei ca. 30 Grad, da haben sie sich das auch verdient. Ich weiß schon jetzt was ich zu Haus vermissen werde, das Meer und die Strände, kein Ausflug in der zweiten Reisehälfte ist ohne Badestopp, das ist einfach herrlich, selbst wenn ich nicht jedes Mal baden gehe, so tut es unheimlich gut sich von der Sonne Energie zu holen, anders würde ich das auch kein halbes Jahr durchhalten. Trotz des herrlichen Wetters und der guten Laune gibt es manchmal auch nicht so schöne Seiten. Mir ist in meinem Bikerdasein das erste Mal ein Raub passiert, ein Gast aus meiner Gruppe wurden in Colón/Panama eine Kamera entwendet und das sogar beim Fahren. Ein kleiner Junge rannte zu ihm auf die Straße und riss ihm die Kamera weg, so dass er nicht mal reagieren konnte, grade zum Stehen kommen konnte. Das komische an der ganzen Aktion war, dass die Polizei nix machen konnte uns aber irgendwie über Funk mitteilte, dass der Dieb gefasst sei und die Kamera bis zum Ablegen wieder auftauchen würde. Das passierte dann auch, die Kamera wurde tatsächlich wiederbeschafft. Heißt für mich, dass die da alle unter eine Decke stecken, denn sowohl mein Guide als auch die Polizei wussten ja genau wo sie suchen sollten. Ein Hafenagent, der die Begleiter für uns organisiert, meinte er hätte sogar Auslöse für die Kamera bezahlt. Ist doch alles korrupt da in der Chaos City. Ihr seht, es bleibt also immer spannend hier bei mir auf den Touren, aber Angst habe ich keine, denn alles lässt sich regeln und ich bin davon überzeugt, wenn man das Unglück sucht findet man es und zieht es automatisch an. So denke ich positiv und warne meine Leute noch mehr vor, mehr kann ich auch nicht machen, beschützen muss sich letztendlich Jeder selbst. Jetzt seid ihr erst einmal auf dem neusten Stand der Dinge und seid euch sicher, wenn ihr länger nichts von mir hört, dann geht es mir richtig gut und ihr wisste ja selbst, wenn man frisch verliebt ist, dann hat man ein bissl \\\"Tunnelblick\\\". Am liebsten würde ich euch dann alles erzählen von meinem Abenteuertrip AMAZONAS/ KARIBIK, zum Glück habe ich ja dann 4 Monate Zeit um euch zu berichten. *hi hi :-))* Fühlt euch lieb gedrückt von mir. Eure Aileen

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Kommentare (2)

  • (#1) Vanessa sagte am 21.01.11 um 11:16 Uhr:

    Man Aileen,
    Du bist ja pitte-patte braun!

    Hier wirds schon wieder kälter und die Sonne fehlt! Schieb mal rüber ;)

    Tolle Fotos! Jetzt ist das Fernweh wieder perfekt!

    Drüggers und grüße aus Hamburg
    Vanessa

  • (#2) Andrea sagte am 24.01.11 um 19:06 Uhr:

    Hallo Aileen, toller Bericht und schöne Fotos...noch 257 Tage!
    Ich wünsche dir noch viele schöne Erlebnisse in der weiten Welt


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