...aufgebrochen. Da wir nicht wussten, wann dort „low tide“ ist und wir zum Cape Kidnappers laufen wollten, welches für seine Tölpelkolonie bekannt ist, mussten wir uns früh aus Herbert quälen.
Auf unserer Fahrt dorthin erlebten wir einen mystischen, feenhaften Sonnenaufgang, welchen man wohl nur im Land der langen weißen Wolke geniessen kann… ;-)
In Napier angekommen, eilten wir gleich ins Information-Center um die Gezeiten nachzufragen. Der nette Mann hinter dem desk teilte uns mit, dass wir sofort nach Clifton zu fahren hätten, um noch vor dem Einbruch der Flut wieder zurück zu sein, da der Weg entlang am Strand bis zum Cape einfach etwa zwei Stunden dauern würde. *ohgrosseaugenkriegten*… einfach zwei Stunden und das nach dem Gewaltmarsch über den Tongariro-Crossing… but… never mind… wir haben uns sogleich auf den Weg gemacht.
Da leider die Flut schneller war als wir, was daran lag, dass wir zu viel Zeit mit Muschelsuche verbrachten (BTW, hier haben wir die schönen großen Paua-Muscheln gefunden *strahl*) schafften wir es nur bis zur Vorkolonie der beeindruckenden Vögeln, was uns aber vollkommen zufrieden stellte. Überall war alles übersäht mit schnatternden Tölpeln, die sich nicht im Geringsten von uns beeindrucken ließen. (Lt. Auskunft kommen die Tölpel immer Ende Juli am Cape an und bauen ihre Nistplätze. Im Oktober und November legen sie dort ihre Eier und schon sechs Wochen später schlüpfen die Jungen. Im März machen sich die ersten Vögel wieder auf den Weg und im April sei der ganze Spuk schon wieder vorbei.)
Total ausgepowert und schon mit den Füßen im Wasser schafften wir es gerade noch wieder in Clifton zu sein, bevor die große Flut eintraf. Dort gönnten wir uns erstmal einen Kaffee um unsere Lebensgeister wieder zu wecken… Dann ging es zu unserer Unterkunft der Gannet Lodge in Clive.
Den nächsten Tag – Karfreitag – verbrachten wir mit einem Stadtspaziergang in der Art-déco Stadt Napier. Im Starbucks verfielen wir wieder in Erinnerungen an unsern letzten Karfreitag, welchen wir, heiße Schokolade trinkenden *unsauffingerklopf*, im O-Bus verbrachten. Dort hatten Reni und ich unseren gemeinsamen Trip in Neuseeland das erste Mal geplant.
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