...William Street haben uns sogar bis ins Flugzeug verfolgt!!!), wo wir auch gut gelandet sind. Am Flughafen wurde die Verena allerdings direkt einmal von so einem Spuerhund besprungen, weil in unserer Essenstuete 2 Zwiebeln und eine Knoblauchzehe waren und man kein Gemuese einfuehren darf! :-) Dann haben wir uns unsere Koffer vom Band geschnappt, sind in einen Shuttle-Bus mit einer extrem freundlichen Busfahrerin und ab ins „City Centre“. Das Wetter war nicht so toll - ziemlich kalt - und wir durften feststellen, dass Hobart irgendwie ziemlich alt und haesslich ist. Und das „City Centre“ wuerde man in Sydney eher als „Suburb“ bezeichnen. Naja, es hiess ja schliesslich auch, dass Tasmanien noch etwas „veraltet“ und „layed back“ ist! :-) Aber trotzdem gab es Subway, McDonalds und sogar Pizza Hut, obwohl einige Australier vom „Festland“ meinten, selbst das waere noch nicht in Tasmanien angekommen. :-)
Unser Hostel war genauso alt und dementsprechend etwas runtergekommen, aber ganz nett. Dawid total froehlich: „Das ist ja wie bei meiner Oma!“ – Verena: „Was hast’n du fuer ‘ne Schmodderoma??“ Und noch mal zum Thema „layed back“ – Sydney, Chilli Blue: grosser Plasmafernseher mit Foxtel, also 1000 Kanaelen – Hobart, Hobart Hostel: alte Klapperkiste mit 3 Kanaelen! :-) Und auf einem lief ein japanischer Krimi mit englischem Untertitel! :-D
Spaeter sind wir noch etwas durch Hobart spaziert, aber das einzige, was ganz schoen war, war der Hafen. Sonst gab es nix, die Stadt ist total ruhig, obwohl es eine Grossstadt ist! Naja, wir sind dann frueh schlafen gegangen (hatten ein 10-Bett-Zimmer fuer uns alleine – ein Beweis dafuer, wie lebendig unser Hostel und die Stadt sind! :-D ), weil ja direkt am naechsten Tag unsere Tour los ging.
Am naechsten Morgen hat uns dann der Tour-Bus abgeholt, danach noch den Rest der Gruppe und es ging los – bei total schoenem, sonnigen und warmen Wetter! Unser 1. Halt war in dem Doerfchen Ross, das total knuffig und noch richtig altertuemlich ist und danach sind wir zu einem Lookout auf die Oyster Bay und ein paar Weinfeldern gefahren – mit anschliessendem Halt auf einem Weingut zur Weinprobe! Ziemlich gut, da wir beide keinen Wein trinken, aber wir haben trotzdem den tasmanischen Wein probiert – wann hat man schliesslich noch mal die Chance dazu? Natuerlich hat uns der Wein nicht so wirklich geschmeckt, nur ein Riesling war ganz ok, aber dafuer war das Brot mit selbstgemachtem Oel und Bruschetta lecker! :-) Danach ging es zum Freycinet Park – erst Lunch und dann 4 Stunden wandern! Zuerst zum Coles Bay Lookout, dann zum Wineglass Bay Lookout – beide Male eine suuuper schoene Aussicht auf das Meer, den Strand, die Berge und Klippen! Dann ging es runter zur Wineglass Bay an den Strand – und da haben wir unser erstes wildes Wallaby gesehen!!! Das ist voll lustig da lang gehuepft! :-D Der Strand selber war natuerlich mindestens genauso faszinierend wie das Wallaby – super klares, blaues Wasser, einfach total schoen! Anschliessend sind wir zum Hazard Beach – auf dem Weg dorthin haben wir noch 2 weitere Wallabies gesehen – und der war genauso unbeschreiblich schoen, mit total vielen schoenen Muscheln und roten Klippen! Da ist unser Tour Guide sogar schwimmen gegangen, aber nur ganz kurz, weil das Wasser sau kalt war! :-) Der Rueckweg zum Bus war ganz schoen lang und anstrengend – die Sonne hat total geknallt und die fiesen tasmanischen Moskitos haben auf uns eingestochen, aber die Aussichten, die wir hatten, haben alles wieder wett gemacht! Dann ging es zu der Stadt – sorry, zu dem Doerfchen – Bicheno und auf dem Weg dorthin haben wir ein wildes Echidna (sieht aus wie ein mutierter Riesenigel) gesehen! Allerdings konnte keiner ein Foto machen, weil wie unser Tour Guide abgebremst hat ist es direkt abgehauen! Bicheno liegt direkt an einer Bucht, die Strassen sind total leer und man sieht nur wenige Leute – wie man sich Australien halt so vorstellt! :-) Unser Hostel da war total suess und gemuetlich und nach dem Abendessen ging es zu einer Pinguinparade! Das war geil! Schon wie wir da ankamen sind die Pinguine da ueberall rumgewatschelt – uebrigens die kleinsten der Welt – und wir sind zu 3 Stationen gegangen, wo die Pinguine vom Wasser ans Land gewackelt kommen. Wir haben uns ihre „Haeuschen“ angeschaut, gesehen wie die miteinander kuscheln und knutschen und Loecher fuer ihre Eier graben. Und wir sind auf dem Pinguin-Highway lang gegangen – sogar da herrscht Linksverkehr! :-D Die 1 Stunde ging total schnell vorbei und danach ging es zurueck zum Hostel und schlafen!
Am 2. Tag ging es zuerst zu den Klippen in Bicheno, wo so ein „Blow Hole“ ist, das das Wasser bis zu 4 Meter hochschiesst! Und in der Naehe war eine kleine Insel, auf der wir Robben sehen konnten! Danach ging es zu 2 Ausblicken auf das Meer und dann in einen Wildlife-Park! Der war voll cool, am Eingang waren sprechende Kakadus, die „Hello! Are you ok?“ gerufen haben und wir haben tasmanische Teufel gesehen!!! Es gang auch kleine, die waren total knuffig! Die kuemmern sich im Moment besonders um die tasmanischen Teufel, weil da eine Krebskrankheit ausgebrochen und der Bestand um 60% zurueckgegangen ist. Und wir haben Kaengurus gefuettert, voll lustig wie die alle angehoppelt kamen! Man musste sich auf den Boden hocken und die Hand flach hinhalten und eins war voll gross – groesser wie der Dawid – und da hat man voll Angst bekommen, als das auf einen zukam! :-D Und manche hatten Babies im Bauch, das war auch witzig, weil die schon so gross waren, dass mit dem Kopf noch ein Bein oder so aus dem Beutel rausgehangen hat – das sah manchmal voll krueppelig aus! :-D Und spaeter konnten wir noch bei einer Fuetterung zugucken und das Wombat Martha am Bauch streicheln! Nach dem Wildlife-Park ging es dann zur Bay of Fire, wo die Felsen am Strand rot sind! Der Strand war auch wieder super schoen – der Sand total weiss und das Wasser wieder super klar und blau! Danach ging es dann auf’s Laendchen zu einer Kneipe, wo die ihre Schweine mit Bier fuettern – die gehen voll ab! Man haelt denen eine Flasche Bier hin und dann geht’s nur noch „Gluck – gluck – gluck“ und leer! Echt krass! Anschliessend haben wir uns die St. Columba Falls angeguckt – ein 90 m hoher Wasserfall im Regenwald – und dann die Ralph Falls – ein kleiner Miniwasserfall und ein groesserer, schiefer, kurviger, der aussah, als haette er sich ins Gestein rein geschnitten. Spaeter ging es dann nach Launceston ins Hostel, wo eine mega fette Katze war. Launceston selber ist zwar schoen, aber da ist genauso wenig los wie in Hobart.
Am 3. Tag ging es zu den Cradle Mountains, auf dem Weg dorthin haben wir noch mal bei einem Ausblick angehalten, dann bei unserer Unterkunft (wo wir unser erstes wildes Wombat gesehen haben) und dann ging es in den Nationalpark – 5,5 Stunden wandern! Zuerst am See Dove entlang, am Wombat Pool und hoch zu Marion’s Lookout! Der Weg war total steinig, steil und super anstrengend, aber oben angekommen hatten wir eine echt geile Aussicht auf die Berge, wo voll viele mit Schnee bedeckt waren, die Seen und ins Tal. Dann sind wir noch ein Stueckchen hoeher gewandert – und mussten auf einmal durch Schnee laufen, wo wir zum Teil einen halben Meter versackt sind! Dawid: „Vor 3 Tagen war es noch 35 Grad und wir haben Flipflops getragen und jetzt versinken wir im Schnee und haben Schnee im Schuh!!“ Und es ging weiter durch Matsch, kleine Baeche, Schnee und ueber den Face Track zurueck runter zum See. Und der Weg war ultra gefaehrlich – noch steiler, steiniger oder zugeschneiter und auf der einen Seite ging es direkt den Abhang runter! Keine Kette oder so zum Festhalten und keine Buesche oder Baeume, die einen aufgefangen haetten! Das war echt krass! Aber dafuer war die Aussicht mal wieder toll! :-) Nach dem Horror sind wir irgendwann wieder in Seenaehe angekommen, aber dann ging es erst noch einmal durch ein mindestens genauso beschissenes Stueck durch den Wald, wo es durch Moos und Naesse noch rutschiger war. Irgendwann hatten wir auch das geschafft und waren wieder auf dem normalen Weg, dem Holzsteg, unten am See. Dann nur noch um den halben See und zum Carpark – geschafft! Wir waren echt muede dann und hatten durch den ganzen Schnee und die Baeche total durchnaesste Schuhe! Auf dem Rueckweg zu unserer Unterkunft haben wir noch mal bei einem anderen Weg angehalten, wo es immer viele wilde Wombats gibt und wir haben auch 3 Stueck gesehen auf den ersten 100 Metern. Und eins hat sich sogar von so einem Typ kurz am Ruecken streicheln lassen und ist dabei noch so lustig vor und zurueck geschunkelt, so ungefaehr: „Mmhhh, jaaa, das ist gut!“ :-D Danach ging es dann wirklich zurueck ins Hostel.
Am 4. Tag sind wir zuerst zum Lookout Black Buff und dann zum Merchisant See, wo es total schoen und ruhig war – nur ein paar Voegel haben gezwitschert, total entspannend. Dann ging es kurz zu den Stitt Falls – nur ein kleiner Wasserfall – und dann zu den Montezuma Falls. Wieder 3 Stunden wandern, aber dafuer haben wir einen 109 m hohen Wasserfall gesehen! Einer der groessten Tasmaniens und total schoen! Und davor gab es noch so eine moerderische Haengebruecke, die total schmal war und links und rechts waren Schlitze, wo man voll leicht mit dem Fuss haette reinrutschen koennen. Ausserdem ging es echt tief runter… Spaeter dann ging es zu einem Ausblick auf den Ocean Beach, den laengsten Sandstrand Tasmaniens, und dann zu den Henty Dunes. Das ist eine riesige Sandduene vor dem Ocean Beach, wo wir uns zuerst einen sausteilen Sandhang hochkaempfen mussten – unser Tour Guide ist mal wieder vorne weg gesprintet, waehrend wir alle gestoehnt und geaechzt haben und in den Sand gefallen sind. Oben angekommen wieder eine super Aussicht auf den Ozean und den Wald um die Sandduene und dann auf einmal unser Tour Guide: „I show you how to jump on sanddunes!“ Und wir dachten nur so: „Hae?“ und dann nimmt der auf einmal voll Anlauf und springt so einen riesigen Sandabhang runter! Sau lustig!!! Wir sind auch gesprungen, das war voll witzig! Und der Dawid ist sogar am weitesten von allen gesprungen! Dann ging es zu Strahan - ein suesses kleines Staedtchen, wo die Haeuschen aussehen wie im Phantasialand! :-) Da haben wir dann uebernachtet und abends im Gemeinschaftsraum gab es dann den ultimativen culture clash mit Deutschland/Polen, Holland, Schweiz, England, Japan und Taiwan und wir haben ueber alles moegliche diskutiert! Ueber die unterschiedlichen Arten, wie die Leute in den Laendern Tiergeraeusche nachmachen, auf Klo gehen – in Taiwan haben die nur ein Loch im Boden und links und rechts Griffe zum Festhalten –, Essensgewohnheiten und typische Gerichte (bei Deutschland kam bei allen Japanern wie aus der Pistole geschossen: „Wuerstchen und Bier!!!“ :-D ). Und anschliessend haben wir darueber diskutiert wie bekloppt Australien ist, weil hier alles anders herum ist, und das Chaos mit der Zeitverschiebung! :-)
Am 5. und letzten Tag ging es zuerst zu einem Lookout ueber Strahan, an einem See vorbei, durch Queenstown und einen Lookout ueber Queenstown und die Minen in den Bergen. Dann ging es zu den Nelson Falls am Nelson River – der Wasserfall war zwar nicht so hoch, aber dafuer breit und super schoen! Dann haben wir einen Rundgang am Franklin River entlang gemacht, hatten Lunch am See St. Claire – wo wir unser erstes wildes Pademelon (Unterart vom Wallaby) gesehen haben – und es ging zum Park Mt. Field. Da haben wir uns die Russel Falls und die Horseshoe Falls (die waren etwas kleiner) angeschaut – auch voll schoene beeindruckende Wasserfaelle! Dann ging es ueber den Tall Tree Walk (da gibt es die hoechsten Baeume – Gump Trees – Tasmaniens!) zurueck zum Bus und dann zurueck nach Hobart ins gute alte Hobart Hostel! :-)
Also der Tasmanien Trip war einfach nur geil und wir haben so viele tolle Sachen gesehen, das ist eigentlich echt unglaublich! Und wir hatten immer so ein Glueck mit dem Wetter – es war immer sonnig und warm, sogar bei den Cradle Mountains! Nur am letzten Tag hatten wir vormittags mal ein bisschen Regen! Und es hat uns die ganze Zeit so ein Hollaender verfolgt, das war voll witzig – wir haben den immer wieder getroffen, jeden Tag! Das war schon pervers! :-D Aber Tasmanien ist echt etwas „layed back“ – die Grossstaedte (eigentlich gibt es da nur Hobart und Launceston) sind viel ruhiger und das Leben ist noch eher laendlich, was man an der Landschaft sieht: super viele Weiden mit Kuehen und Schafen. Und was noch witzig war – Tasmanien und das „Festland“ mobben sich anscheinend immer so ein bisschen. Zum Beispiel hat uns unser Tour Guide eine selbstgemalte Karte von Australien gezeigt, auf der Tasmanien genauso gross ist wie der Rest Australiens: „This map shows how it really is!“ oder er hat gesagt: „Die kleine Insel ueber uns, die manche auch Hauptland nennen!“ Ja, das war immer ganz amuesant! Unser Tour Guide Rob war sowieso immer voll witzig - "Take it eaaasy! You wanna be a real tourist? Take it eaaasyyy! Sit in the bus, do the short walk!" :-D
Aber ja, das Tasmanien war wirklich der Hammer!!!
So, liebe Gruesse,
Dawid & Verena
Wollt ihr nicht einen tasmanischen Teufel als kleines Geschenk für das TIERLIEBENDE MITGLIED EURER FAMILIE :-) mitbringen ???
Kleine Andenken erhalten die Feind... äh, ich meine natürlich Freundschaft - GRINS !
Freue mich schon drauf, euch wieder mal in natura zu knuddeln - hoffentlich riecht ihr nicht zu sehr nach Känguruh ??? KICHER !
wow, grandiose bilder!
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