...meine warmen Jacken rausgesucht und angezogen. Als ich dann vorm Flughafen an der Taxischlange stand ist mir aufgefallen, dass es gar nicht so kalt ist und dann erstmal wieder die Hälfte ausgezogen und weggepackt ;o) Nachdem Check-In im Hostel erstmal in die Stadt – Handschuhe und was für die Ohren kaufen.
Dann bin ich zu CanalFun um mal nach ein paar Touren zu gucken. Carlos ist echt ein super Typ. Hat mich super informiert. Viele Bilder gezeigt und erzählt, dass dann noch eine Deutsche vorbeikommt, die 3 von seinen 4 Touren gemacht hat. Hab die dann auch kennengelernt. Weil ich ziemlich spät zu Carlos bin, war dann auch schon Zeit den Laden zu schließen. Carlos wollte mit der Deutschen noch in ein Restaurant gehen – Küar, wie das Restaurant hieß – hat auch noch einen gemütlichen Teil. Carlos hat dann gefragt, ob ich nicht Lust hätte noch mitzukommen. Mit Mütze und Handschuhe ausgerüstet bin mit. Haben viel geredet, lecker Häppchen gegessen und lecker Wein getrunken.
Küar ist echt der Hammer. Ist direkt am Meer. Die Seite zum Meer ist eine Glasfront, wo man auf der linken Seite die beschneiten Berge von Argentinien sieht, auf der rechten Seite die verschneiten Berge von Chile und in der Mitte ist der bekannte Beagle-Kanal (Grenze).
Und von hier kann man auch einen Hammer Sonnenuntergang sehen. Auf der rechten Seite (natürlich Westen) geht die Sonne unter, aber das Abendrot ist im Osten. Die Sonne geht hier ungefähr um 10 / halb 11 unter. Wenn sie dann untergegangen ist, kann man nachts um eins in der Mitte (im Norden) immer eine helle Stelle sehen... Bis um vier Uhr die Sonne wieder aufgeht. Fand ich echt super aufregend ;o)
Am nächsten Tag hab ich dann eine Tagestour von CanalFun gemacht. Erst mit dem Bus zu eine Stelle wo wir dann in der Pampa Kayakfahren waren. Hammer Landschaft, hat mich irgendwie an den Film Wildlife erinnert. Dann ging es zum Mittagessen. Hat uns an nichts gefehlt ;o) Hat sogar auch Wein gegeben ;o) Haben uns dann alle auch ein wenig unterhalten und was von den anderen Erfahren. 2 Mädels aus Holland, ein Amerikaner (bzw. Israeli – seine Eltern sind von Israel),... ein älteres Ehepaar war auch dabei ;o) Die fand ich total putzig ;o) Norma und Randy. Beim Mittagessen haben wir dann erfahren, dass er Schauspieler ist und bei Dallas mitgespielt hatte. Er hat von irgendjemanden den Bruder gespielt. Wenn ich in der Dallas-Generation wäre, wüsste ich wer er ist ;o)Nach dem Mittagessen ging es mit dem Motorboot auf eine Pinguin-Insel. Dann weiter auf eine andere Insel. Sind einmal quer über die Insel gewandert. Haben in der ganzen Tour viel über die Geschichte vom Feuerland erfahren und Pflanzenkunde.
Dann ging es mit dem Motorboot wieder von der Insel und mit dem Bus zurück. War ein 10-Stunden-Ausflug. Hat super viel Spaß gemacht. Waren ein super Team und die Leute von CanalFun auch spitze. Echt zum Empfehlen (www.canalfun.com).
Dann hat mich Tincho noch zu meinen Hostel gefahren (war außerhalb vom Zentrum, beim Flughafen in der Nähe). Hab da meine Sachen abgeholt und dann bin ich mit Tincho wieder zurück ins Zentrum zu einem anderen Hostel.
Dann hab ich mich noch mit dem Isreal-Amerikaner Sharon und den zwei Holländern getroffen. Sharon und ich haben dann noch eine Offpist-Mountainbike-Tour gebucht. Wollte die Tour unbedingt machen, geht aber nur mit mind. 2 Personen. Hab am Nachmittag ihm davon erzählt und weil er so begeistert war, hab ich ihn gleich gefragt ob er das mit mir machen möchte ;o)
Später sind wir dann alle noch mit Carlos ins Küar ;o)
Noch ganz kurz zum Wetter in Ushuaia – das ist ganz speziell:Wenn man nach dem Wetter hier fragt, bekommt man keine vernünftige Antwort. Es kann die Sonne scheinen, aber auch regnen! Hab ich am Anfang nicht so verstanden, aber dann mitbekommen, dass es in einer Minute die Sonne scheint und dann es in der anderen Minute regnet und 5 Minuten später wieder die Sonne scheint. In der 10-Stunden-Tour hatte ich morgens in einer Stunde erst Regen, dann Sonnenschein und dann hat es angefangen zu schneien – IN EINER STUNDE!!! Und am Nachmittag hat es von einer Minuten (Sonnenschein) auf die andere Minuten für ein Paar Minuten richtig heftig zum Hageln angefangen!!!!Oft ist es richtig windig und dann ist es ziemlich frisch. Scheint aber die Sonne und es ist windstill, dann kannst du kurzärmlich rumlaufen, obwohl es unter 10 °C hat!
Die bildlichen Wettervorhersagen waren immer Sonne, Wolke, Regen!!! Hab dann aber nach 3 Tagen feststellen können, wenn es hieß max. 1°C, dann ist das Wetter eher schlecht und wenn es max, 5 oder 6 °C waren, dann super ;o) Hat auch immer gestimmt in den 2 Wochen wo ich dort war ;o)
Am nächsten Tag es dann Radeln ;o) Die Jungs von Chamaro sind auch super ;o) Nach dem Schachen war es für mich kein Problem immer wieder bergauf zu fahren ;o) Und dann ging es in den Wald Offpist ;o) Menn DownHill duch den Schlamm ;o) Das war super ;o) Mann, war ich dreckig ;o) Sharon hat es auch super Spaß gemacht ;o) Und dann wir noch durch einen Flußarm von einem See gefahren, dass dir Räder wieder sauber werden ;o) Nach unserer Tour gab es dann Barbecue... natürlich auch mit Wein ;o)
War echt ein super Tag ;o) Abends dann wieder ins Küar ;o)
Nach 2 Nächten in dem anderen Hostel hab ich das Hostel wieder gewechselt! Wollte nämlich mit Kreditkarte zahlen. Kostet mich immer Haufen Geld, Geld abzuheben.
Abends hab ich auch immer wieder versucht mich mit Tincho zu treffen. Etwas zu quatschen... Snowbaorden... Er meinte, wenn ich wieder nach Ushuaia komm, zum Boarden, kann ich in seinem Haus schlafen. Supi, kostenlose Unterkunft schon gesichert ;o)
Das letzte Hostel war echt super ;o) 4 ½ Jungs (ein halber, weil der nicht da gearbeitet hat, aber immer da war *g*). Alle zwischen 26 und 29 oder so.... einem davon hat das Hostel gehört. Die Jungs waren echt cool drauf ;o) Da Rastamax wollte immer tanzen und hat alle Gäste immer zu einer Gruppe zusammengebracht... ;o) Juan war eher der ruhige, mit dem konnte man sich gut unterhalten. Emilio, war der Macho, aber auch der Kumpeltyp. Dem hat das Hostel gehört. Rob war etwas seltsam... er wollte immer meine Knie sehen. Er fand meine Knie so toll!! Lorenzo war die halbe Person. Er war Italiener. Er ist vor ein paar Monaten nach Ushuaia gekommen. Dann war wieder in Italien. Job gekündigt, alles aufgegeben und zurück nach Ushuaia gekommen ;o) Und dann hat es auch noch den Bruder von Emilio gegeben - Gabriel. Den hat man auch öfters im Hostel gesehen. Sonntag gab es ab halb 12 nachts immer Poker-Nacht. Da war es dann immer bissl lauter im Hostel. Und Mittwoch Fußball ;o)
Hab viele Leute kennengelernt. Von überall in der Welt ;o) Italiener - ein Bruderpärchen von denen haben in Rimini am Strand ein Restaurant ;o) Hab die Visitenkarten – können da ja dann mal hin ;o)Einen Australier, ein Amerikaner bzw. Inder (wurde in den USA geboren, seine Eltern sind aber Inder), eine halb Ukrainin-Amerikanerin, Argentinierin, Irlanderin, Spanier,...
Einmal beim Frühstück hab ich dann Christian, den Deutschen von meinem Spanischkurs in Buenos Aires getroffen ;o) Mit ihm und noch einem Deutschen hab ich einen Tagesausflug in den Nationalpark Tierra del Fuego gemacht.
Den einen Mittwoch hat Emilio Leute zusammengesucht für's Fußball. Als ich sagte ich spiel mit meinte er nur „nein“ und ich „doch“ und er wieder „nein, es ist ziemlich hart“ und ich „ja, ich spiel mit“ dann meinte er „ok, wenn ich es will“ ;o) bin dann mit... dachte aber, dass das draußen ist und hatte mich natürlich schön auf Schlamm eingestellt. Dann war es aber in der Halle – hätte ich das gewusst, hätte ich was anders angezogen... naja, hat dann aber schon gepasst ;o) Hab dann auch das erste Tor geschossen ;o) Hat super viel Spaß mit den Jungs gemacht und Emilio hat danach gemeint, dass ich nächsten Mittwoch wieder mitspielen darf ;o) schön ;o) und Rory (der Australier) meinte, dass ich wieder zum Fußballspielen im Team anfangen soll. Dass ich damit bestimmt auch Geld verdienen könnte. Den ganzen Abend hat er immer wieder davon geredet. Naja, das würde ich jetzt nicht behaupten... er hat glaub ich noch kein Damenfußballspiel gesehen.
Abends ging es dann meistens mit den Leuten vom Hostel ums Eck ins Irish-Pub Dublin. Super Kneipe... Hat immer sehr viel Spaß gemacht und auch immer nach Sonnenaufgang nach Hause gekommen. Was auch nicht besonders schwer ist, wenn es um vier schon wieder hell wird ;o)
Im Hostel war jeden Abend ein Zettel an der Tür gehangen wo oben stand, wer Check-Out hat. Mein Name war natürlich jeden Tag oben gestanden, weil ich jeden morgen sagte, dass ich noch eine Nacht länger bleibe ;o) Juan meinte dann auch, du bleibst immer nur eine Nacht mehr und dann habe ich auf zwei Tage erhöht ;o) Dann der Tag drauf hätte aber meine Name wieder an der Tür stehen sollen. War er aber nicht. Bin dann runter und habe gefragt, warum mein Name nicht mit oben steht und habe gefragt was im System drin steht – wie lange ich eigentlich bleibe! Juan hat nachgeguckt und meinte Montag (das waren gleich 4 Tage mehr). Er meinte, hab für dich mal vorreserviert, weil das Hostel ziemlich voll ist und er dachte, dass ich eh noch ein paar Tage bleibe ;o)
Die restliche Zeit war ich viel im Hostel um mein Portfolio zumindest so einigermaßen fertig zu stellen, bin in der Stadt rumgelaufen um einenJob zu suchen und immerwieder Carlos im Büro besucht. Jobs in ein paar Läden hätte ich für die Hauptsaisonbekommen (Anfang Januar). Wollte aber nicht noch ein Monat warten. Juan hat mir die Adresse von einer Werbeagentur gegeben. Bin da auch hin. Dort natürlich auch Begrüßung mit Küsschen ;o) Und hab dann paar Tage auf die Antwort gewartet. Ist leider nichts daraus geworden ;o( Wäre schon cool gewesen ;o) Mediengestalter am Ende der Welt ;o)
Einen Nachmittag bin ich mit Olena (der Halb-Amerikanerin, die hat in Buenos Aires ein halbes Jahr studiert) und der Argentinien ins Gefängnis-Museum. Hab dann statt 50 Pesos den argentinieschen Studentenpreis von 10 Pesos bezahlt ;o) hihihi ;o) War echt interessant das Museum...
Abends haben wir dann zusammen gekocht, gegessen und Risiko gespielt. Haben die Regeln von den verschiedene Ländern etwas zusammengeschmissen ;o) Hat nämlich nicht genau alles zusammengepasst ;o) hat super viel Spaß gemacht ;o)
Einen Abend war ich mit 3 von den 4 Italienern Riesenkrabbe essen. Gibt es nur in 4 Plätzen auf der Welt. Ushuaia ist einer davon. War ziemlich teuer und so haben wir uns entschieden nur eine zum Probieren zu kaufen – als Vorspeise ;o) Mmm, war das lecker. Und richtig viel zum beißen im Gegensatz zu den kleinen Krebsen. In so einem Beinchen steckt schon richtig viel drin ;o)
Und noch bissschen Geschichte - was ich echt unglaublich finde: Warum heißt das Feuerland Feuerland? Ganz einfach... die Leute, die hier wohnten, waren alle nackt – hatten keine Klamotten – nur Felle für ihre Geschlechtsteile. Unglaublich – ich eingepackt mit Mütze und Handschuhe und die sind früher nackt hier rumgelaufen!!! Hier unten am Ende der Welt, nähe der Antarktis kann es wirklich „arschkalt“sein, deshalb haben sie immer Feuerchen gemacht. Und weil es überall Menschen gab, gab es viele Feuerchen zum Wärmen. Deshalb heißt es auch Feuerland ;o)
Und ein paar Sagen:
Und der Beagle-Kanal heißt Beagle-Kanal, weil der Seefahrer FitzRoy einen Hund hatte, der als Rasse ein Beagle war ;o)
Damals hatte es auch geheißen, dass die Menschen vom Feuerland Kannibalen waren. Engänder hatten einmal zwei Kinder vom Feuerland entführt und nach England gebracht. Die Leute wollte dann von den Kindern wissen ob es wirklich stimmt, dass sie Menschenfleisch essen. Die Kinder machten sich einen Spaß daraus und sagten ja ;o)
Am letzten Abend hat Gabriel uns gefragt, wie wir den Flyer für ein Restaurant finden, den er gemacht hatte. Haben hinter die Rezeption geguckt und jeder schön... nur ich meinte, dass die Schrift nicht passt. Dann hat er mich aber angeguckt! Wollte ja Komplimente einsammeln ;o) Juan meinte, dann dass ich Mediengestalter bin. Gabriel meinte dann, ok, dann setz dich hin und überarbeite es. Sind dann alle gegangen und ich hab das dann geändert. Dann ist er wieder gekommen und meinte supi und fertig war's ;o) Bekomm eine Nacht hier umsonst. Mmm, dummerweise war das meine letzte Nacht und die hab ich eh nicht bezahlt. Mein Bus ging nämlich schon um halb 5 und da zahl ich doch keine Nacht dafür... die Jungs meinten, dass ich auch auf der Couch schlafen könnte, falls ich doch schlafen möchte ;o)
An diesen Abend durfte ich auch die Zettel an die Tür für den Check-Out hängen ;o) Hab jetzt zur Freestyle-Family gehört ;o)
Und für einen Langzeitaufenthalt hab ich dann auch 10 % bekommen ;o)
Hab auch immer versucht mich mit Tincho im Dublin zu treffen. Hab mit ihm paar Mal telefoniert um was auszumachen... haben uns aber immer knapp verpasst... entweder ist er viel später gekommen und ich war schon weg oder ich bin viel später gekommen und er war schon weg!!
Am letzten Abend hat es dann auch funktioniert! Haben uns in Dublin getroffen, sind aber dann zu ihm gefahren... da war es etwas ruhiger. Nach 2 Wochen immer was um mich rum, war es schon seltsam still, wenn mit dann in einem normalen Haus ist. Tincho hatte auch einen ganz lieben Hund, der ganz böse aussieht ;o) Dann um halb vier hat er mich wieder zum Hostel gefahren. Dort waren Rob, Lorenzo und noch zwei die ich nicht kannte. Rob hat mir dann zum Abschied noch eine Eis auf den Weg mitgegeben. Mann war das viel ;o) Hab das auf den Weg und im Bus gegessen. Musste ich bevor es schmilzt. War ein 1 Liter Eimer der noch viertelt voll war (4 Sorten Eis). Im Bus hat es mich dann gefroren und mir war kalt ;o) Der Typ, der nach dem Fortgehen noch im Hostel zum quatschen war, hat mich zum Bus begleitet, weil das auf seinem Weg lag. Der war echt lustig. Der war total betrunken und hat mich 10 x gefragt wie ich heiß und wohin ich fahr ;o) Am Ende konnte er sich das dann auch merken ;o)
Ja, das war es vom Ende der Welt... dann geht es weiter nach Chile...
Dieser Eintrag wurde in der Kategorie Argentinien erstellt.
Blogeintrag gelesen von 175 Besuchern.