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trishs Blog

kapitel 2: neustart

06.12.2010 | Bilder0 | Kommentare0 | Neuseeland 
seit dienstag bin ich nun schon allein. heute vor genau drei monaten ging meine reise los. zu beginn haette ich mir die herausforderung alleine zu reisen nicht zugetraut. jetzt muss es also gehn. und irgendwie geht es auch.

die ersten tage in unserm superkleinen hostel in christchruch waren komisch. da dort viele kurz vor ihrer heimreise oder weiterreise sind, ist das gespraechsthema nummer eins der flughafen. da sollte es bei mir ja noch nicht hingehn. das wohnzimmer war zwar sehr schoen dekoriert, aber wirklich stimmung war dort nie. nur die dicke katze vinny konnte die finger vom fischglas mit plastikfisch nicht lassen. ausserdem hatte ich das gefuehl mehr personal um mich zu haben als backpacker. auf dauer waer es also nicht das richtige gewesen. nach mehreren zimmerwechseln musste ich jedoch feststellen, dass einen die zimmergenossen ganz anders wahrnehmen, wenn man alleine reist. sofort hab ich ein wenig anschluss zu einer andern deutschen gefunden. schon komisch, eigentlich ist man ja im ausland, um mit moeglichst vielen fremden kulturen und sprachen in beruehrung zu kommen. dennoch kommt man mit deutschen am besten klar und fuehlt sich untereinander wohler.( der spanier und der brasilianer danach warn dann doch etwas aufrdinglich..) die heimat verbindet halt doch..

ein glueck, dass ich bei dem konzert nicht alleine war. mit unserm alten bekannten aus nelson und ein paar andern neuen gesichtern hat das ganze gleich viel mehr spass gemacht. auch der transfer zur arena und zurueck ist so kein problem gewesen. jack johnson war uebrigens spitze. gute laune feeling pur.auch der geburtstag unseres alten bekannten wurde noch gefeiert. nur schockierend wie manche maedels hier in nz nachts auf der strasse so rumlaufen..

da der bekannte jetzt jobmaessig einen richtigen treffer gelandet hat, ist er mehr beschaeftigt als zuvor. nochmals glueck fuer mich, dass auch tina mich wieder eingeholt hat. zusammen eine stadt erkunden macht einfach mehr spass. dennoch muss ich sagen, dass christchurch eine wundervolle stadt ist. ich hab noch nie einen so schoenen botanischen garten gesehn und auf dem cathedral square ist jeden tag was anderes geboten. nur die laeden schliessen ungewoehnlich frueh. um acht uhr bekommt man zb bei starbucks nichts mehr. wenn ich noch ein paar tage laenger geblieben waer, haette ich mir unter umstaenden sogar noch ueberlegt doch in christchurch einen job zu suchen....

doch bus und hostels waren ja schon alle gebucht. und nach dem ganzen stress mit den umbuchungen ( nur weils stray mal wieder nen falschen timetable im internet hatte...) wollte ich nicht noch spontan meine komplette planung fuer die naechsten monate ueber bord schmeissen. ausserdem ist es schwierig sich fuer laenger an leute zu ketten, nur weil man sie schon kennt und weiss, dass sie wahrscheinlich eine weile an dem ort bleiben werden. ich moechte selbst mein glueck versuchen und neue kontakte knuepfen. und vorallem niemand auf die nerven gehn.und wenn ich ganz viel glueck hab,koennte man sich in einem monat vielleicht wiedersehen. im leben eines backpackers gibt es schliesslich oefters mal zufaelle.deshalb gings fuer mich weiter mit dem bus nach kaikoura.

diesen ort haette ich mir nie so schoen vorgestellt. hellblaues wasser trifft auf gebirge mit schnee. das hatte ich jetzt schon oefters, aber so eindrucksvoll wie an diesem ort noch nicht. kaikoura ist bekannt fuer die vielen walarten die sich draussen im wasser tummeln. meine to-do liste blinkte schon foermlich. .. :)

mit einem boot gings dann also 3 stunden raus ins meer.wirklich viele wale waren auch an diesem tag leider nicht zu sehen. die haben ganz schoen auf sich warten lassen im gegensatz zu den common dolphins, die staendig aus dem wasser gesprungen sind und eine show abgezogen haben.....aber als der sperm whale sich dann endlich gezeigt hat, waren alle auf dem boot wie verzaubert. nur gut, dass man uns erst ganz zum schluss ein video gezeigt hat, indem ein wal das boot rammt und kentern will....

trotz dem gewoehnlichen stray-hostel-feeling hatte ich mal wieder glueck ( was ist denn da los ;) wir warn nur zu dritt und es gab ein doppelbett. klar, dass ich die chance nicht rauslassen durfte. erst neulich hat mir jemand die logik von schere-stein-papier erklaert..hihi...am abend haben die beiden aber trotzdem mit mir noch hdr und austin powers angeschaut. ( scoooot ?!!!)

heute gings dann ganz gechillt nach picton und von dort aus nach wellington. wieder in der faehre zu sitzen war irgendwie unangenehm.dort hatte ich bisher die beste zeit, hab am meisten gesehen und leute kennen gelernt, von denen es mir nun schwer faellt abschied zu nehmen. ich werd die suedinsel jetzt wahrscheinlich nicht mehr sehn. hach. schade. es stimmt irgendwie schon, was die meisten sagen: die suedinsel ist viel schoener. naja. abwechslungsreicher. aber auf der andern seite hab ich ja wirklich vieles gesehen. ich kann nicht behaupten, dass ich irgendwas voellig verpasst hab. und alles kann man sowieso nicht sehen. meine eine speicherkarte ist jetzt auch voll. ein zeichen mehr, dass ich in den letzten drei monaten vieles gesehen und erlebt hab.

hier in wellington werd ich morgen in das andere hostel umziehen. ich hoffe, dass das andere schoen, sauber, nicht zu gross und familiaer ist. mein plan ist hier bis ende januar zu bleiben. endlich mal nicht mehr einpacken muessen. kein stress mehr mit bus und co organisieren. vielleicht trifft man auch so mehr leute kennen. die kleine reisemuedigkeit aussitzen.ausserdem hoffe ich hier einen job zu finden, der auch sinn macht. ein wenig abwechslung brauch ich hier so oder so. zu waehlerisch darf ich nicht sein, aber wenn der job noch was mit kunst zu tun haette, waere das natuerlich klasse. ich denke ich muss das alles auf mich zukommen lassen. niemand kann mir sagen, ob ich all das auch finde, was ich hier such. natuerlich hab ich auch plaene, falls das alles nicht klappen sollte. wenn ich in der grossstadt nicht gluecklich werde, dann vielleicht in einem kleinen ort, wo viele backpacker aufgrund von fruitpicking landen. vielleicht steuer ich das dann noch zwei oder drei wochen an, bevor ich den rest der nordinsel noch erkunden werde. jetzt heisst es deshalb einfach abwarten und mit so viel leuten wie moeglich quatschen. das hilft gegen die staendigen stimmungwechsel seit ich allein bin :)

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