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ulrikekiwis Blog

Meine erste Woche in Neuseeland

03.09.2010 | Bilder15 | Kommentare1 | Neuseeland  - Northland
Nach einem langen und anstrengenden Flug bin ich endlich am Mittwoch, dem 25. August 2010 in Auckland gelandet. In Sydney haben mich dann erstmal alle anderen verlassen,...

...da ich die Einzige war, die nach Auckland weitergeflogen ist. Aber ich hab dann auf dem Gate noch ein nettes Maedel kennengelernt, das auf ner Farm bei Bekannten ihrer Eltern arbeitet, eigentlich wollte sie sich mal melden, hat sie aber bisher nicht, der Farmer, der sie abgeholt hat, sah auch etwas streng aus…

Dann ging es weiter mit dem Busshuttle ins Hostel. Ich war vielleicht gespannt was mich da erwartet, auf der Fahrt hab ich oefter gedacht, oh jee bitte nicht hier anhalten. Auckland im Regen ist nicht so schoen. Ueberhaupt ist die Stadt nicht gerade huebsch, eben eine Grossstadt.

Dann bogen wir in eine Strasse und da hab ich schon gelesen, YHA International, naja gar nicht so schlecht und tatsaechlich ist es das beste Hostel in Auckland, damit wir nicht gleich nen Schreck kriegen wenn wir hier ankommen. Es ist ein gutes Hostel, sauber und grosse Regenduschen (die mag ich besonders). Man hat immer mehrere einzelne Duschkabinen und Toiletten zum abschliessen (tatsaechlich hab ich hier weniger Sorgen ins Bad zu kommen, als in meiner alten WG und das bei mehr als 30 Leuten auf einem Flur). Man kann seine Waesche waschen und es gibt ne Kueche wo man sich selber verpflegen kann, also im Grossen und Ganzen wird man hier gut gepampert).

Im Hostel ausgepackt, machte ich mich erst mal auf die Suche nach dem Buero der Organisation Working Holiday. Dass war gar nicht so einfach, denn die Dame an der Rezeption, sie scheint neu und noch nicht so gut eingearbeitet, konnte es mir nicht gut erklaeren und so irrte ich erstmal im Regen umher, dann hab ich eine andere gefragt und die konnte es mir zum Glueck richtig zeigen. Ich war schon sehr angespannt und gereizt nach dem Flug so im Regen umher rennen zu muessen. Dafuer wurde ich dann aber im Buero ganz herzlich empfangen und es wurde mir schon ein erstes Starterpackage in die Hand gedrueckt. Am naechsten Tag sollten dann die Praesentationen sein.

Im Hostel zurueck traf ich dann auf meine Mitbewohner im Zimmer, zwei deutsche Maedels und ein deutscher Junge, ja es gibt gemischte Zimmer, ist aber nicht schlimm, so lange die Kerle nicht schnarchen oder besoffen sind. Die waren von einer ganzen deutschen Gruppe, die mit ner anderen Organisation da waren, naja was soll ich sagen eben junge Deutsche.

Zusammen versuchten wir dann dem Jetlag entgegen zu wirken, aber gegen 20:00 Uhr gaben wir den Kampf gegen die Muedigkeit schliesslich auf. Naja schlafen konnte ich nicht wirklich, was sich auch noch ein paar Tage hinziehen sollte.

Am naechsten Tag hatten wir dann Fruehstueck mit im Preis, ach ja zuvor waren wir noch im stroemenden Regen zum Supermarkt gelaufen, und ich bin bald umgefallen bei den Preisen. Doppelt so teuer wie in Deutschland, selbst wenn man es in Euro umrechnet. Eine Gurke fuer 3,49 $ (ca. 1,70 Euro)? Das war erst mal ein Schock im Geldbeutel. Aber wenn man nach Schnaeppchen sucht, geht es. Man braucht eben nur laenger und es ist eben so, Steffi sagte das liegt wohl an den hoeheren Steuern.

Also heute die Praesentationen und organisatorischen Sachen. Ich fand es super einen ersten Ueberblick und hilfreiche Informationen zu bekommen, dann hab ich mein Konto eroeffnet und meine Steuernummer beantragt. Zu Mittag gegessen, das Sushi sollte ich ein paar Tage spaeter immer noch mit Sodbrennen bereuen. Schmeckt sehr anders als bei uns, also kein Sushi mehr…schluchz….

Die Jobpraesentation fand ich auch sehr hilfreich, man muss sich ganz schoen ins Zeug legen und die Interviews haben es auch in sich. Da ich mich auch fuer anspruchsvollere Jobs bewerben moechte, muss ich mich da ganz schoen anstrengen und vorbereiten. Aber das Leben schenkt einem halt nix, auch nicht hier unten, ausser vielleicht nette Leute und tolle Landschaften. Zuerst moechte ich jedoch ein bisschen Backpacker Jobs machen, um die Neuseelaender besser kennenzulernen und deren Slang zu verstehen, das faellt mir naemlich noch schwer. Ich spreche zwar ganz gut, wie mir alle internatonalen sagen, die ich so kennenlerne (Englaender, Japaner, Hollaender, Suedafrikaner usw… aber dazu spaeter mehr), aber mit dem Verstehen haperts noch ein wenig, es wird aber besser je mehr Kiwis man sprechen hoert.

Der Tag war dann auch schneller vorbei als gedacht und so ging es wieder frueh ins Bett. Am Freitag habe ich dann mit Stray, wo ich auch meine Buspaesse gebucht habe, eine kostenlose Stadtrundfahrt durch Auckland gemacht. Das war lustig, obwohl es regnete und neblich war. Nathan unser Stadtfuehrer war echt witzig und hat viele Stories erzaehlt, unter anderem, dass er in Thailand im Knast war (naja vielleicht uebertreibt er auch ein wenig, um die Leute zu beeindrucken). Dann die Ueberraschung, man konnte einen Sky Jump gewinnen (am Skytower am Seil befestigt runter springen, aehnlich wie Bungjee aber nicht kopfueber, sondern an drei Seiten gesichert). Ich habs Gott sei Dank nicht gewonnen. Wer mich kennt, weiss ich bin nicht gerade der Adrenalin Junkie.

Aber das Maedel, dass es gewonnen hat, schlug sich ganz tapfer. Ich sollte sie spaeter wiedertreffen. Ueberhaupt sieht man sich staendig wieder, Neuseeland ist eben klein. Die Tagestour blieb interessant aber veregnet. Als wir dann essen waren, hat sich eine typisch deutsche Situation ergeben. Da ich mit den Deutschen auf einem Zimmer war, sass ich eben die erste Zeit auch mit bei denen. Nathan setzte sich zu uns um sich mit uns zu unterhalten und keiner sagte ein Wort, alle starten still schweigend in ihr Essen. Mir ist vor lauter wunderlicher Situation auch nichts eingefallen. Also stand Nathan wieder auf und musste gedacht haben, wie sind die denn drauf. Zum Glueck ist es ihnen selber aufgefallen und mir ist auch wieder eingefallen was ich ihn fragen wollte, naemlich ueber das Winter Blues Festival in Waiheke. Er hat es mir dann empfohlen und so wollte ich auch hin. Zwischendurch haben wir dann noch das Girl aus Hongkong verloren, am Victorias Market, ein suesser kleiner Markt mit Tourishops und einem wunderlichen alten Mann, der Wundercreme aus Baumharz verkauft. Da wir ja alle so mit Akne und Bakterien im Gesicht verseucht sind… Die Asiatin wird doch am Ende nicht mit dem Typen durchgebrannt sein, ich hab sie naemlich seitdem nicht mehr gesehen? Kleiner Scherz! Nach dem Essen ging es dann weiter zu Mt. Eden, wo man eigentlich einen super Ausblick ueber die ganze Stadt hat, aber es war ja neblich. Es hatte was von einer Filmlandschaft aus einem Horrorfilm. Waherend der Fahrt hat Nathan uns naturlich auch mit Angeboten seiner Organisation versorgt und ich hab dann sein Special mit Max Pass (http://www.straytravel.com/new-zealand-bus-travel/straypasses/2 - nur in englisch) zum halben Preis und dem Patch Pass in den Norden (http://www.straytravel.com/new-zealand-bus-travel/straypasses/16) gebucht (allerdings gibt es den Max Pass jetzt fuer 80 Dollar weniger, aber wer kann schon in die Zukunft gucken). Da ich mir kein Auto kaufen will, bin ich jetzt voll versorgt und komme durch das ganze Land so viel ich will.

Am Samstag ging es dann los mit einer Faehrfahrt durch den Hauraki Gulf nach Waiheke. Ich hab gerade so noch die 10:00 Uhr Faehre geschafft und in Waiheke angekommen, auch gleich die Explorer Tour mitgemacht, keine Zeit zum Ueberlegen, einfach los. Die Insel ist echt schoen und hat tolle Straende, im Sommer kommen viele Neuseelaender dort hin und machen Ferien. Allerdings kosten die Apartments am Strand von Otangi, wo auch mein Hostel ist, ab 1 Mio. Dollar, nur aufgrund der Lage! Da bin ich doch mit 24 $ die Nacht, noch gut weggekommen. Auf der Tour hab ich dann zwei Japaner kennengelernt, mit denen ich dann noch Essen gegangen bin, und der eine mich sogar eingeladen hat. Also ein kostenloses Mittagessen, allerdings waren seine Andeutungen, dass ist meine letzte Nacht in Neuseeland, ein wenig komisch und so hab ich mich schnell von ihnen verabschiedet. Bin zu meinem Hostel gefahren, bzw. In die Naehe, denn am Wochenende fahren die Busse nicht bis dort hin und man muss einen elend langen Berg die Treppen hoch (die Treppe auf den Fotos). Aber zum Glueck kasm gerade ein Festival Shuttle und hat uns umsonst mitgenommen, cool. Es gibt im Hostel einen Rekord im Treppen hochrennen, 34 Sekunden ist schon echt gut. Im Hostel angekommen, bot sich mir ein voellig anderes Bild als in Auckland, da waren naemlich richtige Surferboys vor der Tuer so mit Dreadlocks und braungebrannt. Das Hostel war auch kleiner und eben wie ne bessere Strandhuette aber sehr nett. Die Betreiber bemuehen sich um eine familiaere Atmosphaere und die Surferboys waren auch sehr nett, obwohl ich im ersten Moment etwas eingeschuechtert war, da ich ja alleine dort war. Aber alles halb so wild. Das Blues Festival erschien dann nicht so spektakulaer wie ich dachte, da kein Bus zum Hostel fuhr und die Shuttles um 19:30 Schluss machten, war fuer mich vor Einbruch der Dunkelheit Schluss. Denn sonst haette ich das Hostel nicht wiedergefunden. Naja am naechsten Tag ging es ja weiter. Aber zwei Bands hab ich noch gesehen, sehr gute Musik aber das Publikum war anders, eben alles gut situierte Neuseelaender, von Waiheke und aus Auckland. Neben mir sassen dann zwei aus Auckland, die ich aber echt nicht verstanden hab. Zwischendurch hat mich dann eine Frau gefragt, ob es mir gut geht, da ich ja alleine da bin und wohl etwas verloren in der Gesellschaft ausgesehen haben musste. Ueberhaupt sind die hier alle so freundlich und nett und hilfsbereit, obwohl viele von den Massen an Backpackern genervt sind, sind sie doch hoeflich wenn man sie nach dem Weg fragt oder so.

Am naechsten Morgen dann ein schoener Strandspaziergang, ein wenig an meinem Buch geschrieben und als es zu kalt wurde, bin ich in das Zentrum gefahren fuer ein Mittagessen und andere Bands des Festivals. Ich dachte ich such mir ein kleines Café, nachdem der Wein am Abend zuvor 15$ ein Glas (0,1l ) gekostet hat und ich beim Wasser geblieben bin, dachte ich das Essen in den Blues Locations waere ebenso teuer. Dann hab ich mir noch eine Band angeschaut und bin dann zurueck nach Auckland mit der Faehre. Dort hab ich dann noch Waesche gewaschen und ein echt nettes Maedel aus Holland kennengelernt, Linda. Sie ist in den paar Tagen zu einer echten Freundin geworden und ich bin traurig, dass sie heute weitergezogen ist, aber vielleicht passt es und wir gehen im November zusammen zum Waiheke Walking Festival, da gibt es naemlich zwei gefuehrte kostenlose Wandertouren am Tag. Die sind sonst echt teuer.

Mit Linda war ich dann in einem schicken kleinen italienischen Restaurant essen und wir haben uns zusammen eine Portion geteilt, was hier echt gut funktioniert, da die Portionen sowieso zu gross fuer eine Person sind und wenn man sich den Preis dann teilt, normale Verhaeltnisse hat. Das war lustig und Linda ist super.

Am Morgen ging es dann 7:45 Uhr los ins Northland. Erst mal kam der Bus zu spaet und ich war schon total nervoes, typisch deutsch eben. Ueberhaupt merkt man selber wie verkrampft und korrekt deutsch wir eigentlich sind, wenn man nur mit anderen Nationalitaeten zusammen ist, die irgendwie alle voll locker sind. Da ist man sich seiner deutschen Mentalitaet sehr bewusst, stoesst damit aber nicht immer auf Abwehr. Im Gegenteil, die anderen finden das lustig und man hoert staendig Sprueche wie bleib mal locker… Jaja das lern ich auch noch, wie das mit dem locker funktioniert.

Der Bus kam dann endlich und wir waren aber nur zu dritt. Mark, aus England mit gebrochener Schulter, was er sich in Bolivien beim Mountainbiken zugezogen hat und Maja, die Heldin vom Sky Jump, aus Daenemark. Wir waren auch zusammen im Hostelzimmer. Erster Stop der Tour waren pinke Schafe, keine Ahnung warum die pink sind, hat irgendwas mit Himbeeren zu tun.

Auf der Fahrt hat unser Fahrer immer wieder lustige Geschichten von Neuseeland erzaehlt und wir sind durch beeindruckende Landschaften gefahren, immer wieder gruen, gruen, gruen. Super abwechslungsreiche Vegetation und echt schoene Straende, die sind hier im Northland ueberhaupt zahlreich vertreten. Dann ins Hostel, dismal direkt am Strand, ein schoenes, sauberes.

Und dann zum Hafen zur Delphin Tour, ich freute mich schon mit denen schwimmen zu gehen. Der Trip durch die Bay of Islands war auch echt interessant, wahnsinn was es fuer tolle Buchten und Straende gibt, auch Privatinseln mit Villen und Helikoptern, wollte ich doch vor ein paar Tagen noch nach Waiheke ziehen wenn ich reich bin, wuesste ich jetzt nicht mehr ob nicht doch in die Bay of Islands wollte, ist einfach ueberall so faszinierend schoen. Immer wenn man denkt, das ist das schoenste was ich je gesehen hab, kommt man weiter und wird fast umgehauen und da soll die Suedinsel noch viel beeindrucker sein, das haelt doch keiner aus. Vielleicht bin ich auch einfach nur leicht zu beeindrucken.

Dann sind wir raus auf den Pazifik geduest und das war echt witzig, da es raue See war und es fuer mich der erste kleine Adrenalinkick war so ueber das Meer zu schaukeln. ABER mir ist nicht schlecht gworden, ich hatte echt nen riesen Spass damit und weiss jetzt, dass ich nicht seekrank bin. Zumindest nicht, wenn ich unmittelbar vorher nix gegessen hab. Leider haben wir keine Delphine gesehen, auch keine Wale und so blieb es bei einem beeindruckenden Bootstrip. Aber die Tour war kostenlos und wir haben einen Gutschein fuer eine weitere kostenlose Tour bekommen, vielleicht klappt es also spaeter mit dem Delphinen schwimmen. Danach sind wir zum Supermakt und ich hab mit knurrendem Magen natuerlich zu viel gekauft, aber da hatte ich in Auckland gleich noch was.

Am naechsten Morgen ging es 7:00 Uhr morgens los nach Cape Reinga, ja mit ausschlafen ist hier nicht, dafuer ist man abends total platt. Auf der Tour mit dem Dune Rider waren wir dann 23 Leute, natuerlich wieder ein paar Deutsche, diesmal eine schwaebische Familie, die genau vor mir sassen. Die Fahrt fuehrte wieder zu tollen Buchten und Straenden, eben das Highlight der Bay of Islands. Dann sind wir am 90 Mile Beach angekommen. Eine Art Strand Highway wo wir mit dem Bus drueber gefahren sind und weswegen wir auch so frueh los mussten, denn wenn die Flut kommt, kommt man mit dem Bus nicht den ganzen Strand entlang. Aber wir kamen gerade so noch durch und konnten uns auf die erste Activity (wie man das hier nennt) freuen, das Sandboarding. Zuerst musste man aber die Duene hochlaufen, das war das anstrengenste was ich je gemacht habe. Als ich oben ankam dachte ich ich haette nen 5000m Lauf hinter mir. Der Fahrer sagte, egal welches Fitness Level man hat, alle sind total ausser Atem wenn sie es hinter sich haben. Oben angekommen, sah ich nach unten und hatte auf einmal panische Angst. Da soll ich jetzt mit dem Board runterfahren? Seid ihr irre? Erst mal Luft holen und die anderen beobachten, hmm sieht ja gar nicht so schlimm aus. Naja jetzt kann ich ja wohl kaum kneifen. Also Augen zu und durch. Man legt sich auf das Board, muss hinten mit den Fuessen bremsen und aufpassen, dass man nicht mit dem Gesicht im Sand landet. Ich dachte ich muss sterben, ich hab ja so Angst wenns schnell bergab geht (beim Rodeln oder Achterbahnfahren). Es ist sehr viel schneller als Rodeln und echt ein Kick, also fuer mich Weichei. Dann sind wir aber von einem kleineren Huegel gesurft, also auf dem Brett stehend runter, das fand ich dann schon besser, blieb sogar stehen und hab mich erst abgeworfen, als es wieder zu schnell wurde. Man glaubt gar nicht wie sehr Sand schmerzen kann. But I did it, yeahh.

Zum Mittagessen wieder an eine tolle Bucht, und ich dachte wer will zurueck nach Deutschland wenn man das hier haben kann.

Dann erreichten wir Cape Reinga, den noerdlichsten Punkt Neuseelands, wo der Pazifik auf die Tasmanische See trifft und die Wellen aus zwei Richtungen zusammen kommen. Da gab es dann einen kleinen Wandertrip zum Leuchtturm und ne echt tolle Aussicht.

Nach den ganzen Buchten kamen wir dann in den Wald zum Gumdigger Park, wo aber schon die Muedigkeit und Reizueberflutung in Gang waren und ich nicht alles mitbekommen habe. Nur soviel, dass man dort aus dem Holz der Kauribaeume das Harz gewonnen hat und das es ein echt hartes, sehr einfaches Leben war. Aber der Spaziergang durch den Wald hat mir gefallen, ich freu mich schon auf meine Tour durch den Regenwald, dass will ich unbedingt machen.

Das Essen im Fishshop sollte dann eine weitere Ueberraschung werden, natuerlich typisch Fsh & Chips. Aber das Essen kam nicht auf nem Teller, sondern verpackt in Papier. Hat aber super geschmeckt und war auch noetig nach dem Tag und nur Sandwiches und Muesliriegeln. Da haben wir uns mit Australiern unterhalten, die nicht verstehen koennen, was man ein Jahr lang in Neuseeland reisen will, ist doch so klein und Australien so viel schoener. Das sehen wir noch.

Dann ging es zurueck ins Hostel und zum ausspannen und auch mal wieder fernsehen gucken.

Am naechsten Tag bin ich nach Waitangi gelaufen und hab mir das Maori Visitor Centre angeschaut, eine echt schoene Parkanlage mit maorischen Attraktionen. Hier wurde naemlich das beruehmte Treaty of Waitangi unterzeichnet, also eine Art Vereinbarung zwischen den Maori und den britischen Siedlern (http://www.nzhistory.net.nz/category/tid/133 - englisch oder deutsch http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Waitangi). Da hab ich mir eine Maori Performance angeschaut, wo sie ihre Taenze, Begruessungsrituale usw. gezeigt haben, da das aber heilig fuer sie ist, konnte man keine Fotos machen. Dann noch eine Fuehrung mit einem Maori und den Rest des Tages auf dem Gelaende umhergewandert.

Am naechsten Tag noch nach Russel, dem “Hellhole of the Pacific”, da dort die ersten Siedler aus Europa zunaechst ohne Gesetze gelebt haben (wie Tortuga in Fluch der Karibik stell ich mir das vor). Alles in allem ein spannender Trip in die Geschichte Neuseelands.

Auf der Fahrt zurueck nach Auckland waren nur der Fahrer und ich, nach zwei Stopps an den Hundertwassertoiletten und dem Wasserfall in Wangarei schien die Fahrt endlos zu sein und in Auckland regnete es natuerlich wieder. Voellig fertig kam ich dann im Hostel an und nach ner waermenden Dusche, man glaubt nicht wie kalt das hier ist, nicht von den Temperaturen aber es ist windig und regnerisch, feucht, das zieht in jede Pore, fuerchterlich diese unisolierten Waende, ich verstehe warum sich viele so darueber beschweren und hier nicht leben wollen. Also Papa pack schon mal die Isolierwolle zusammen…

Dann traf ich Linda wieder, sie war noch da, juchuuh. Wir waren dann noch zusammen essen und mit einem echt witzigen Englaender im Pub (uebrigens das erste Mal, das ich aus war hier und Alkohol getrunken hab, nach einem Glas Wein war ich dann auch schon gut angetrunken und bin spaeter im Hostel doch wieder zum Tee uebergegangen. Im Pub war auch ein betrunkener Englaender, der sein gesamtes Gepaeck dabei hatte und wohl vom Flughafen direkt ins Pub gegangen ist. Erst ging er uns tierisch auf die Nerven, dann einem anderen Maedel. Dann als er gehen wollte, machte einer der Tuersteher Spaesschen mit ihm, eine Art Sumoringer (fuenfmal so gross wie er). Da fing der Englaender ploetzlich an den Typen anzugreifen, das war so witzig wie der kleine Englaender da an dem grossen Sumo Typen hing und der ihn dann kurzerhand unter den Arm geklemmt und rausgeschmissen hat. Wir haben so gelacht. Aber damit nicht genug, da kam auf einmal ein betrunkenes Maedel und fing an zu tanzen, aber wie, zum schiessen. Wir kamen aus dem Lachen gar nicht mehr raus. Da geht man einmal aus und erlebt gleich noch was. Du weisst eben nie was dich erwartet. Oder um es mit Robbie Williams Worten zu sagen (The Morning brings a mystery, the evening makes it history – man soll den Tag nicht vor dem Abend loben). So hatte ich dann doch noch einen schoenen letzten Abend mit Linda und hab endlich mal gut geschlafen (natuerlich wieder mit Deutschen im Zimmer, aus Bayern, die eine kann ich kaum verstehen, nachdem ich die letzten Tage nur englisch geredet habe.)

So damit erst mal genug, mir tut jetzt echt die Hand weh und ich hab Hunger. Die naechsten Tage bleib ich in Auckland und der naechste Blogeintrag folgt waehrend meiner Tour Richtung Sueden.

Viel Spass beim Lesen!

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Kommentare (1)

  • (#1) Sandrabln sagte am 04.09.10 um 18:19 Uhr:

    hehe Kleene...

    manoman...was fürn Text;-)

    bin nun voll aufn laufenden....schön das es dir Spass macht und du viel siehst..
    Hab heute gehört das es ein Erdbeben gab,war aber etwas südlicher...pass auf dich auf..


    Bis denne und liebe Grüße aus old Germany;-)


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