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vanDooleys Blog

Der zukuenftige Gastgeber des Eurovision Songcontests

16.09.2011 | Bilder27 | Kommentare0 | Aserbaidschan  - Baku, Bakı*
Was uns hier erwartete haben wir bei weitem nicht erahnt. Am Flughafen in Baku gelandet stuerzten sich zunaechst 89345589 Taxifahrer auf uns um uns in die Stadt zu...

...bringen, die Preise erschienen uns jedoch utopisch (ca. 10 Euro pro Nase). Einer der Taxifahrer hatte es aber auf uns abgesehen, blieb hartnaeckig und konfrontierte uns permanent mit seinem nicht allzuguten Deutsch. Waehrend wir die Busstation suchten folgte er uns mit seinem Auto und versuchte mit Steffen zu verhandeln. Der jedoch, ein Fuchs, konnte den Taxifahrer durch einen perfiden Trick taeuschen und bekam heraus, wo sich die Busstation befindet. Zuvor behaupteten saemtliche Taxifahrer, dass es keinen Bus gen Stadt gaebe. Kurz bevor wir dann in den Bus einstiegen zog der Taxifahrer seinen letzten Trumph und spielte Musik von \"Rosenstolz,\" in der Hoffnung wir wuerden uns heimisch fuehlen und seinen Dienst wahr nehmen, doch es loesste lediglich lautes Lachen bei uns aus.

Bei der Fahrt in die Stadt half uns dann der Steward aus dem Flugzeug, er sagte uns nicht nur wo wir aussteigen sollten, sondern kam noch fuer unsere Tickets (30 cent) auf. Im allgemeinen laesst sich ueber die Leute in Aserbaischdan sagen, dass sie sehr hilfsbereit sind und auch kein Dankeschoen verlangen. Leider koennen die Menschen oft nicht so gut Englisch.

Baku selbst ist eine unfassbar schoene Stadt mit mehr Brunnen und Parks als Menschen die darin verkehren. Nein wirklich, wenn man in Baku ist weiss man direkt wo das Geld aus den Oelvorkommen hinein fliesst. Unser Hostel befand sich direkt in der Altstadt, die von einer Mauer umgeben ist und den Stadtkern bildet. Altstaedte sind etwas sehr typisches fuer Aserbaidschan. Hier sind wir dann 2 Tage durch die gegend spaziert, haben hier und da ein paar Fotos gemacht und das gute Essen genossen. Wie schon erwaehnt ist Englisch in Aserbaidschan alles ander als Amtssprache, aber aufgrund frueherer Besatzermaechte ist Russisch noch sehr weit verbreitet. So kam es, dass hier und da mein nicht allzu gutes Polnisch weitergeholfen hat.

Im Kaspischen Meer baden haben wir dann lieber sein lassen, denn sogar wenn man an der Strandpromenade sass, kam gelegentlich ein kleiner Oelteppich vorbei geschwommen. Ausserdem negativ war die uebertriebene Skepsis der Regierung. Regierungsgebaeude haben oft einen sehr schoenen Baustil, Fotografieren ist jedoch strengstens untersagt. Sobald man seine Kamera ausrichtet bruellen die Sicherheitskraefte rum und verjagen einen. Bei mir ging es dann soweit, dass ich zu zwei Wachen mit Maschinengewaehren gefuehrt wurde denen ich dann meine Bilder zeigen musste. Es scheint als waeren hier noch starke Zuege der ehemaligen Sowjetischen Mentalitaet sichtbar.

Nach Baku folgte Sekhi, ein kleiner Ort an den Auslegern des Kaukasus. Im Bus (sehr oldschool) lernten wir einen Geschaeftsmann aus Baku kennen, der uns ein paar Tipps gab und uns ueber sein Land erzaehlte. Auch er liess es sich nicht nehmen uns beim Zwischenstopp auf Tee und Teilchen einzuladen. Sehr herzlich die Menschen! Sekhi ist sehr laendlich und besticht vor allem durch die umgebenen Berge, nicht zu vergessen die Altstadt. Wunderschoen auch unser Hotel, eine alte Karawanserei.

Nach ein paar Bier und einer gehoerigen Muetze Schlaaf ging unser Trip dann weiter gen Georgische Grenze. Ein paar Studen Bus fahrt, einige Minuten Taxi und wenige Meter zu Fuss bis es hiess: Welcome to Georgia! Aserbaidschan war sehr aufklaerend, da wir mehr Armut und weniger Reichtum erwartet hatten. Auffaellig waren auch die vielen Mercedes, BMWs, Audis und Porsches der Einwohner. In diesem Land an Armut und verkommene Gegenden zu denken ist weit gefehlt.

Seit vorgestern sind wir nun in Georgien, dem Land in dem wir vor allem die Schoenheit des Kaukasus bei Wandertouren bestaunen wollen. Berichte hierueber und weitere spannende Geschichten werden folgen.

Bis dahin, van

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