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USA – the wild wild west (Kalifornien, Arizona, Nevada, Utah) - Teil 2

18.08.2010 | Bilder12 | Kommentare0 | USA 
15.08.2010 - Ursprünglich wollten wir heute weiterfahren zum Grand Canyon Nationalpark. Da wir gestern aber erst sehr spät in Flagstaff angekommen waren...

...und noch recht müde waren, haben wir einfach am nächsten Morgen das Hotel eine Nacht verlängert, schön gemütlich gefrühstückt, ein paar Souvenirs gekauft und sind durch Flagstaff gelaufen. Da es recht hoch liegt waren die Temperaturen hier mit 27 Grad im angenehmen Bereich. Flagstaff liegt direkt an der alten Route 66, somit dreht sich hier auch alles darum. Viele Schilder und jede Menge Souvenirs die man dazu kaufen kann. Ein paar Jungs auf ihren heißen Öfen haben wir auch durchfahren sehen. Aber die Route 66 hat einfach nicht mehr den Reiz wie früher, da viele Teilstücke durch Autobahn ersetzt wurde. Am Abend haben wir hier sogar ein deutsches Restaurant entdeckt (Matterhorn Grill). Juhuu! Endlich mal keine Burger sondern wieder etwas richtiges zum Essen... Nur dummerweise war heute Sonntag und damit Ruhetag. Das war ärgerlich... Waren dann beim Sizzler essen. Auch nicht schlecht, großes Salatbuffet und Steak mit “unlimited” Shrimps... lecker

16.08.2010 - Nach unserem gestrigen “Ruhetag” ging es heute wieder los zum nächsten Ziel – dem Grand Canyon Nationalpark. Auf der Fahrt ging es vorbei am höchsten Berg Arizonas, dem 3850m hohen Humphreys Peak. Und logisch... da es ein Nationalpark ist, was zahlt man wieder... klaro 25 $ Eintritt. Auch hier hieß es wieder: Weiterfahrt nur mit Shuttle Bussen. Der erste Shuttle Bus führte durch das Grand Canyon Village. Als wir ausstiegen und einen ersten Blick in den Canyon werfen wollten, fing es heftig an zu gewittern und zu regnen. Es kühlte sich schlagartig auf nur noch 15 Grad ab. Es war kalt und wir fuhren die gleiche Strecke mit dem Bus wieder zurück zum Auto (nachdem wir 1 Stunde dumm rumgesessen und gehofft hatten, das es aufhört). Dann zog es plötzlich wieder etwas auf. Super... Mit dem grünen Shuttle Bus sind wir dann erst mal zum Yaki Point gefahren, welcher einen ersten hervorragenden Ausblick in den Canyon bot. In der Zwischenzeit haben wir herausgefunden, dass man noch etwas weiter mit dem Auto fahren konnte um dann direkt in den roten Shuttle Bus einzusteigen, welcher zum Hermits Rest gefahren ist. In der Zwischenzeit war es schon recht spät und der rote Bus fährt ja sowas von langsam, dass man hätte unterwegs die Reifen wechseln können. Unglaublich...

Der Bus hält unterwegs an einigen Punkten, leider waren einige wegen Bauarbeiten gesperrt. Wir sind erst mal bis Hermits Rest durchgefahren und nach 45 Minuten waren wir endlich da. Zuerst fragten wir uns wo wir hier gelandet waren... hat uns der Bus nach Deutschland gefahren??? Man hörte fast ausschliesslich nur deutsche Stimmen. Aber dann schauten wir hinab in den Canyon... so etwas gibt es in Deutschland dann doch nicht. Wie auch immer... Der Ausblick war Klasse!!! Allerdings leider noch ziemlich bewölkt. Aber es sollte noch besser kommen. Auf dem Weg zurück mit dem Shuttle Bus hielten wir noch an 2 weiteren Aussichtspunkten. Der letzte Stopp am Powell Point war aus unserer Sicht der Beste. Prima rundum Blick in beide Richtungen in den Canyon und da es schon recht spät war, auch wieder im herrlichen Abendlicht,welches den Canyon schön rot erscheinen ließ. Auch hier sind wir noch eine Weile sitzen geblieben und haben den Anblick genossen. Die verbleibenden 150km vom Nationalpark zu unserem nächsten Hotel in Tuba City sind wir dann direkt durchgefahren. An der Strecke hätte es noch einige Aussichtspunkte und sogar einen Aussichtsturm “Desert View” gegeben, aber leider war es dann schon dunkel. Über den Highway 64,89 und 160 ging es nach Tuba City ins Moenkopi Hotel, ein sehr neues schickes Hotel, welches von den Hopi Indianern betrieben wird. Trotz später Stunde mussten wir hier einfach noch mal in den schönen Pool springen. Bei noch wunderbaren 30 Grad draussen. Ahh...herrlich.

17.08.2010 - Das heutige Ziel ist der Zion Nationalpark – ein weiterer Canyon den man aber nicht von oben anschaut sondern direkt unten hinein fährt. Die Fahrt ging von Tuba City über den Highway 89 Richtung Page. Vor Page sind wir auf die Alternativroute 89A gefahren, welche an den Vermillion Cliffs vorbei und über die Navajo Bridge führt, die einzigste Brücke weit und breit , die den Colorado River überquert. Am Eingang zum Zion National Park mussten wir die obligatorischen 25$ bezahlen bevor es steil bergab ins Tal des Canyons ging. Die gute Frau hat sich allerdings so viel Zeit gelassen, dass wir schon dachten wir können gleich wieder umkehren. Am Parkplatz angekommen mussten wir auch hier wieder in Shuttle Busse umsteigen, da man nicht direkt mit dem Auto durch das Tal fahren konnte. Rundherum gab es hier viele spektakuläre steile Felsen zu bestaunen. Das Tal war so eng und die Felsen so hoch, dass der Bus Dachfenster hatte, sodass man etwas sehen konnte.

Wir sind bei mehreren Stops ausgestiegen, bei denen man immer recht imposante Felsformationen gesehen hat. Allerdings war das auch alles nicht wirklich aufs Foto zu bringen, da es so eng und steil war. Erwähnenswert war noch der Weeping Rock, ein überhängender Felsen von dem permanent Quellwasser runtertröpfelt und damit eine Art hängende Gärten entstehen lässt. Die Pflanzen wachsen direkt am Felsen. Auf dem Rückweg waren wir noch an der Mt. Carmel Junction im Thunderbird Restaurant essen. Das war endlich mal eine willkommene Abwechslung zum Burger essen, gab es hier doch tatsächlich so etwas wie eine deutsche / internationale Küche mit Schnitzel und sogar Leber auf der Speisekarte...und das mitten in der Pampa. Ein paar Kilometer weiter sind wir in Kanab angekommen, wo wir in einem Motel übernachtet haben. Einfach und etwas älter, dafür aber sauber und günstig.

18.08.2010 - Heute stand der vorerst letzte Canyon auf dem Plan – der Bryce Canyon. Nach mehreren Canyons in den letzten Tagen sind wir ohne große Erwartung losgefahren. Auf der Fahrt zum Bryce Canyon kamen wir zunächst am Red Canyon vorbei. Dieser lag am Highway 12. Dieser Highway gilt als einer der landschaftlich reizvollsten in den USA. Wie es der Name schon sagt ist dieser Canyon rot. Die Felsen schimmern in den unterschiedlichsten Rottönen. Toll anzuschauen!

Leider fing das Wetter an sich einzutrüben. Entfernt konnte man schon dicke Gewitterwolken sehen. Aber egal, weiter ging es zum Bryce Canyon Nationalpark... was man hier am Eingang wieder machen musste, kann sich jeder selber denken...lest einfach die Tage zuvor...

Aber endlich ein Nationalpark in dem man auch mal ganz flexibel selbst mit dem Auto die einzelnen Aussichtspunkte anfahren konnte. Man musste diesmal keine Shuttle Busse benutzen (es gibt einen, aber keine Pflichtveranstaltung).

Der erste Stop war der Bryce Point. Was man hier sah hat einem fast die Sprache verschlagen. WOW... einfach genial dieser Blick hinab ins “Amphitheater”, so wird die Canyon Landschaft hier genannt. Ein langsam abfallender Canyon mit unzähligen kleinen Felsspitzen in unterschiedlichen Gesteinsfarben, von rot über gelb bis weiß. Einfach unbeschreiblich...muss man gesehen haben. Schön auf Fotos, wirkt aber viel imposanter wenn man direkt davor steht.

Weiter am Paria Point gab es auch noch mal einen Blick ins “Amphitheater” aus anderer Perspektive. Sehr angenehm war hier, dass nicht so viele andere Touristen die Aussichtspunkte belagerten...Moment, sind wir nicht auch Touristen? Naja, wie auch immer die Aussicht am Inspiration Point hat sogar den Ausblick vom Bryce Point noch einmal übertroffen. Einfach genial! Auch hier ging der Blick wieder ins “Amphitheater”, was wahrscheinlich so heisst, weil die vielen kleinen Bergspitzen im runden Tal wie viele Menschen in einem Theater aussehen.

Die Aussichtspunkte im Nationalpark liegen alle auf einem Plateau sehr hoch zwischen 2500m und 3000m Höhe, dementsprechend war es angenehm kühl. Am Ende der Straße am Rainbow Point fing es dann an zu regnen. Seinem Namen hat der Aussichtspunkt trotzdem nicht alle Ehre gemacht. Einen Regenbogen gab es leider nicht zu sehen...

Was man trotz Regen noch vom Canyon sehen konnte war aber immer noch grandios. Auf der Fahrt zurück stoppten wir noch an der Natural Bridge einer natürlichen Felsenbrücke im Canyon und 3 weiteren Aussichtspunkten, bei denen man aber nun aufgrund des regnerischen Wetters nicht mehr viel gesehen hat. Es wurde nun doch sehr kalt (15 Grad). Also machten wir uns auf den Weg nach Las Vegas.

Auf dem Weg zur Autobahn I-15 auf dem Highway sind wir mehr oder weniger zufällig noch auf das Cedar Breaks National Monument aufmerksam geworden. Obwohl es schon 18 Uhr war und wir noch 300 KM nach Las Vegas vor uns hatten machten wir noch den Abstecher. Obwohl es kein Nationalpark durfte man auch hier löhnen. Diesmal aber nur 4 $ pro Person. Wir wussten zwar nicht, was uns hier erwartet, aber wenn man schon mal hier ist...

Die Straße ging hinauf bis auf unglaubliche 3155m Höhe. Trotz der Höhe war hier alles noch bewaldet.Hier gab es nun einen Aussichtspunkt, der es echt in sich hatte... Ähnlich wie am Bryce Canyon blickte man hier hinab in ein “Amphitheater” einer canyonartigen Felslandschaft. Diesmal in wunderschöner Abendsonne. Absolut fantastisch!!!
Man konnte hier bis hinab auf die Stadt Cedar City schauen. Etwas weiter am Sunset Point ein ähnlich grandioser und beeindruckender Anblick.

Doch dann war es vorbei mit der Ruhe. 4 “alte” Weiber aus Las Vegas quatschten uns an wegen Foto machen. Als sie hörten, dass wir auf Flitterwochen sind und nach Las Vegas fahren, waren die sowas von aus dem Häuschen und aufgedreht. Die sind echt völlig ausgeflippt... und haben uns alles mögliche an Sachen gefragt. Immerhin haben sie uns gleich ein paar gute Tipps für Las Vegas gegeben. Aber sie haben alle durcheinander geschnattet – viel verstanden haben wir nicht. Lächeln und winken ...

Etwa 30km weiter kam man am nördlichen Ende des Zion National Parks vorbei .Wir sind noch mal hinein zum Kolob Canyon gefahren und haben dort den Sonnenuntergang genossen. Super!

Auf der Autobahn I-15 ging es dann noch ca. 250km nach Las Vegas. Die Fahrt ging von Utah über Arizona nach Nevada. In Arizona schlängelt sich die Autobahn durch karge Felsen hinab in die Wüste. Eine faszinierende Fahrt ... eng und felsig. Absolut krass.

Trotz später Stunde (nach 21 Uhr) steigt die Temperatur nun kontinuierlich an. Kurz vor Las Vegas erreicht sie dann 39 Grad. Obwohl noch 50km von der Stadt entfernt kann sieht man schon ein nicht enden wollendes Lichtermeer bis zum Horizont... das verschlägt einem echt die Sprache. Willkommen in Las Vegas!!!

Unser Hotel ist das Palms Place. Wie die meisten großen Hotels hier ist es eher ein großes Casino mit einem Hotel dran. Interessanterweise musste man tatsächlich direkt im Casino ins Hotel einchecken. Kurz vorher haben wir noch im Radio gehört, dass Las Vegas die stressigste Stadt Amerikas ist. Das konnten wir auch gleich bestätigen. Die Dame beim Einchecken hat sich ja fast überschlagen und gleich Hektik verbreitet, aber auch kein Wunder beim Klimpern der Tausenden von Spielautomaten im Hintergrund. Unser Zimmer war dann im 25. Stock des Hotelturms und sehr modern eingerichtet. Da es schon spät war fielen wir gleich direkt ins Bett...

Dieser Eintrag wurde in der Kategorie USA Westküste erstellt.

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