Registrieren  |  Tour

wuestners Blog

Sabadee - Asien hat mich wieder!

29.04.2010 | Bilder30 | Kommentare1 | Laos  - Louangphrabang, Louangphabang
Mit Verspaetung gings von Brisbane ueber Singapur (Bericht folgt spaeter) nach Bangkok, dort traf ich MIchl und am naechsten Tag entflohen wir dem Krisenherd Bangkok...

...Richtung Chiang Rai, setzten uns in einen oeffentlichen Bus und die Erlebnisse in einer Stunde Busfahrt toppen schon 3 Monate Australien...Asien hat mich wieder und es gefaellt mir dort wie eh und je...es ist einfach was anderes! Eingezwaengt mit dem Gepaeck im Bus, alle Fenster und Tueren offen, Ventilatoren an der Decke Vollgas eingschaltet und noch schnell 4 Lasterreifen aufgeladen gings dann Richtung Grenze los...durch schoene Landschaft und nur mit Einheimischen (im Gegensatz zu Australien!!!!). Am Mekong angekommen gings zum Grenzuebertritt...d.h. zuerst auf thailaendischer Seite Ausreisestempel holen, ein Boot angheuern, das bringt einem auf die andere Seite des Maekongs...dort ein Visum kaufen (natuerlich 1 Dollar teurer am Wochenende), dann Einreise abstemplen lassen (es gaebe sogar einen Duty Free Shop!!!) und sich in die laotische Kultur fallen lassen. Es ist genau so wie es im Lonely Planet beschrieben ist. Man kommt in Huay Xai an und muss zuerst 5 Gaenge zurueckschalten. Gemuetlichkeit und Freundlichkeit kommen einem entgegen. Wir fanden ein nettes Guesthouse mit der lustigsten laotischen Oma der Welt, die uns in Englisch so einige wichtige Sachen ueber das Land beibrachte. Wir liessen und einen Tag in der aufstrebenden??? Stadt nieder, bevor es dann am naechsten Tag eingezwaengt im Minivan Richtung Luang Nam Tha weiterging. 3 Stunden fahrt durch Strassen, die eigentlich nur aus Schlagloechern besteht. Der Fahrer kurvt herum, hupt dauernd, dass die Schweine, Huehner und Hunde nur noch so herumsausen.

Luang Nam Tha

Die Stadt (besteht eigentlich auch wieder nur aus einer asphaltierten Strasse) liegt im Norden Laos...es sind ein paar Touristen herum (sind in der Nebensaison), es gibt ein paar Guesthouses (so 2-3 Dollar pro Person, blitzeblank und gemuetlich) und bei einem kuehlen 650ml BeerLao (80 Cent, es gibt eigentlich nur dieses Bier in Laos, auslaendische haben keine Chance und das ist gut so) laesst sich die Hitze auch aushalten. Am naechsten Tag gings in der Frueh los Richtung Nam Ha Nationalpark.

Wir hatten das Glueck, dass uns ein 18 jaehriger laotischer Moench auf unser Trekkingtour begleitete. Er war sehr offen und konnte gut Englisch (ist hier sowieso die Ueberraschung schlechthin, gegenueber den anderen Laendern, viele auch aeltere koennen wirklich sehr gut Englisch) sprechen. Wir wanderten 2 Tage durch den Dschungel, besuchten einsame Doerfer und uebernachteten in einem Dorf, das nur zu Fuss (6h) erreichbar ist. Es war wieder unglaublich heiss und schwuel (errinerte mich an Nordthailand, auch der Dschungel ist sehr aehnlich) zum Essen gab es typisch laotisch (Fleisch, Gemuese, Chilipaste und natuerlich Sticky Rice...und immer schoen mit den Haenden essen...alles serviert auf einem Bananenblatt, wie es sich gehoert). Die Doerfer bestehen aus einfachen Huetten, Schweine, Hennen mit Kuecken, Kuehe und Hunde laufen ueberall herum...auch zum Essen schwirren sie um einem herum. Zur Erfrischung badeten wir im Fluss des Dorfes, am Abend probierten wir den Lhao Lao (laotischer Schnaps), der es in sich hat und eine ganze Flasche kostet 50Cent). Am naechsten Tag gings, zusaetlich noch bei Sonnenschein!!, wieder durch den Dschungel zurueck, begleitet wurden wir von einer Armee an Blutegeln. Es war ein Spiessrutenlauf...rutschige Wege, teilweise versperrt vom Dschungel und die bloeden Viecher, die sich ueberall auf dem Schuh und Fuss ansaugten...Aaahh...wir bekamen fast die Krise!

Obwohl es wirklich anstrengend war (jeden Tag 6 Stunden Wanderung bei unglaublicher Hitze und diese Blutegel) hat es sich gelohnt. Vielleicht waere eine andere Zeit besser gewesen, da leider die Reisfelder noch nicht am Wachsen waren und sie teilweise rodeten (sowieso Schade, sie zerstoeren sehr viel Wald dadurch und verjagen die letzten Tiger und Affen, die sich noch herumtreiben). Der Dschungel ist sonst aehnlich wie in Nordthailand, nur ist er wesentlich urspruenglicher, d.h. man muss sich mit dem Messer durchkaempfen, auch die Doerfer sind urspruenglicher. In Thailand wars halt super, dass man noch die Elefanten und Bamboorafting dabei hatte...war mehr Abwechslung...alles im allen ist es empfehlenswert.

Nach einer weiteren Uebernachtung in Luang Nam Tha gings mit dem Minibus 8 Stunden Richtung Luang Prabang. Es war der Horror, vorallem die ersten 3 Stunden...ungefaher 30% war geteert, 50% bestand aus Schlagloecher (mehr als Asphalt) und beim Rest existierte einfach keine Strasse! Zudem unglaublich Kurve...uns wurde es fast schlecht im eingezwaengten Auto. Trotzdem ist es eine schoene Fahrt durch die Berge in Nordlaos und durch viele Doerfer mit rumlaufenden Tieren und spielenden Kindern. Schlussendlich sind wir am Abend gut in Luang Prabang angekommen.

Luang Prabang

Ist so die Touristenhofburg in Laos und man merkt es...es ist wie eine andere Welt gegenueber Nordlaos...mehr als eine geteerte Strasse, gepflegt...keine rumlaufen Schweine und Hennen....und schon aufs eher ausbeuten (jedoch minimal gegenueber anderen Laendern). Aber es ist wirklich sehr schoen gemacht...erinnert mich ein bisschen an Hoi An in Vietnam. Heute haben wir mal einen Relaxtag eingeschoben, weils unglaublich anstrengend ist...danach sehen wir weiter.

Allgemeines zu Laos

Es ist unglaublich gemuetlich, die Laoten sind sehr freundlich und zurueckhaltende Menschen. Ich zitiere den Lonely Planet (der hier wirklich recht hat): In Thailand bring einem der Tuk Tuk Fahrer irgendwo anders hin, in Vietnam muss man schlussendlich das Doppelte zahlen und hier muss man den Fahrer zuerst mal Wecken, dass er einem irgendwo hinfahert! Man wird als Tourist (v.a. im Norden) nicht abgezockt...nicht dauernd mit Hostels und Angeboten bombadiert...wenn man was will muss man zu ihnen kommen und das macht es unglaublich reisewert. Auch Handeln gibts nicht...es gelten einfach Fixpreise und man zahlt auch meistens das selbe wie die Einheimischen (wir verglichen es immer was der Moench gezahlt hat). Es ist einfach ruhig und relaxt im Land, auch weil die Menschen hier sehr schuechtern sind. Ich habe es mir eher arm erwartet, aber im Vergleich mit Kambodscha...meilenweite Unterschiede. Sie sind zwar einfache Bauern, aber sehr zufrieden und froehlich. Ich hoffe sie bleiben trotz Tourismus weiterhin so zu sich selbst und auch zu anderen, dass sie nicht so verseucht werden wie Thailand oder Vietnam (Abzocke, teilweise Unfreundlichkeit, Prostitution). Super war natuerlich auch, dass wir 3 Tage mit einem Moench aus Luang Prabag reisten, wir haben so einiges ueber die Kultur erfahren und bemerkt, dass eigentlich schlussendlich doch alle auf der Welt aehnlich sind und alles halb so streng genommen wird (auch als Moench...wegen Frauen duerfen mich nicht anfassen weil ich Moench bin...jaja ;-))

So das war so der erste Stimmungsbericht...wie ihr seht ist es wieder sehr schoen auch wenn sehr anstrengend.

lg aus Laos

Dieser Eintrag wurde in der Kategorie 2. Blog - Down Under 2010 - Laos erstellt.

Bookmark and Share

Weitere Fotos



Kommentare (1)

  • (#1) sonja sagte am 29.04.10 um 07:36 Uhr:

    danke für die vielen infos
    michael ist ja nicht so der große schreiber ;)

    schöne zeit noch!
    lg sonja


Kommentar hinzufügen

Falls du ein globalzoo-Mitglied bist, bitte zuerst einloggen!
Name
Emailadresse
(wird nicht angezeigt)
Dein Kommentar
Spam-Schutz Bitte trage das Ergebnis der Rechnung in das Feld ein.
neun - nul + 6 = + 7 l =
All links get rel="nofollow". Spam entries will be deleted automatically!
 

wuestner