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wuestners Blog

Chob chai lai lai Laos!

08.05.2010 | Bilder29 | Kommentare1 | Laos  - Vientiane
Und zack ist die Laosreise auch schon wieder vorbei. Michl hat mich heute morgen Richtung Hongkong verlassen und ich werde dann bald Richtung Kuala Lumpur aufbrechen. Nun noch die letzte Woche...

Luang Prabang

Wie ich schon kurz erwaehnt habe ist Luang Prabang eine schoen hergerichtete Stadt und UNESCO Welterbe. Vom Stil her erinnert es mich auch ein bisschen an Hoi An in Vietnam. Man kann hier gut verweilen und die Stadt ist relativ sauber und gemuetlich...jedoch ist es schon sehr touristisch und hat nur noch wenig mit dem restlichen Laos (z.B. dem Norden) zu tun. Die meisten Leute sind sehr freundlich jedoch beginnt schon die Rumstreiterei und Diskussion um den Preis und sie bescheissen dich halt...eben wie in den anderen asiatischen Staaten. Von dem war halt im Norden keine Spur...es war noch gemuetlicher und nicht so vom Tourismus veraendert. Wir haben uns gemuetliche ca. 4 Tage dort herumgetrieben, sind mit einem Boot auf dem Mekong zu den Pak Ou Hoehlen gefahren, die Fahrt war sehr schoen, viele spielende Kinder am Mekong. Die Hoehlen waren nicht so besonders, halt ganz viele Buddhastatuen in einer Hoehle ;-) Dann haben wir natuerlich ein paar Wats angeschaut und unseren Moench wieder getroffen...zudem standen wir mal um 5 (nachdem wir es am Vortag um 6 verpasst haben) auf um die Morgenzeremonie zu beobachten. Die Einheimischen (leider auch schon viele Touristen, v.a. Japaner in kurzen Hosen und mit einer Spiegelreflexkamera 10cm vor dem Gesicht der Moenche -- aergerlich kein Respekt von einer anderen Kultur) geben Morgens den Moenchen Essen, d.h. ganz viele Moenche (auch unser Trekkingmoench war wieder dabei) laufen der Strasse entlang. Einen Tag sind wir zu den umliegenden Tat Kuang Si Wasserfaellen gefahren. Man kann dort in den tuerkisschimmernden Lagunen herrlich baden. Der Wasserfall war ganz schoen, gibts aber bei uns auch (schon mehrmals diskutiert), aber die ganzen tuerkisen Becken zum Schwimmen waren es auf jeden Fall wert. Sonst sind wir durch die Stadt geschlaendert und haben uns von der ersten anstrengenden Woche erholt...und wir sind auf den "Stadtberg" gelaufen (so unglaublich heiss wieder) um den schonen Sonnenuntergang ueber dem Mekong anzusehen. Danach gings noch zum Nightmarket, auch hier wieder die Gemuetlichkeit der Laoten, nicht wie in den anderen umliegenden Laendern will man dauert was andrehen. Ach ja gelernt haben wir auch, dass something hier Haschisch heisst, jeder Tuk Tuk Fahrer wll am Abend something verchecken. Naechster Stopp war nach einer erneuten Minivanfahrt (jetzt aber schon auf einer durchgehenden asphaltierten Strasse) von eher 6 als 5 Stunden Vang Vieng...hmm

Vang Vieng

Auch das Mallorca Asiens genannt. Die Partystadt wurde mitten in eine traumhafte Landschaft in Loas gestellt. Die Haelfte der Besucher und auch leider Einheimische ist meistens betrunken oder zugeraucht....es gibt something und teilweise auch Alkohol in Massen Gratis. Find halt irgendwie schon wild, dass man soeine Partystadt in ein Land reinstellt, indem die meisten Menschen unter der Armutsgrenze leben und eher von den Drogen abgehalten werden sollten. Wie auch immer...Vang Vieng besteht aus vielen Restaurants und Bars in denen der ganze Tag Friends laeuft (schade um die Serie) und meistens von Auslaendern gefuehrt werden. Als wir ankamen war es fuer uns wie ein Kulturschock...es hat 0 mit Laos zu tun, kein Charme und die ganzen Touris die ich schon von Australien nicht leiden konnte. So entschieden wir uns einen Tag das ganze in leichter Form mitzumachen und tuben zu gehen (dadurch wurde VV bekannt). Man nehme einen LKW oder Traktorreifen setzt sich darauf und laesst sich den Nam Song hinuntertreiben....Pause macht man an verschiedenen Bars an der Strecke, wo man auch in den Fluss rutschen oder ueber Trapeze springen kann...sehr lustig. Es war wirklich sehr gemuetlich und wir goennten uns auch ein oder zwei Bier...waren aber eher die Ausnahme. Typischerweise betrinkt man sich voellig, isst Happy Pizza (Pizza mit Magic Mushrooms) oder laesst sich besoffen den Fluss hinuntertreiben, was leider schon zu oft boese geendet hat. Toedliche Unfaelle von Touristen in Laos passierten in der Vergangenheit eigentlich immer in Vang Vieng und man sieht auch sehr viele mit Wunden und Kruecken in der Stadt...alles in allem schon wirklich krank. Einen Tag machten wir uns mit dem Fahrrad zu den Hoehlen um Vang Vieng. Nach 5 Minuten ist man wieder wie in einer anderen Welt und sieht eine traumhafte Natur (erinnert etwas an Tam Coc in Vietnam). Wir besuchten eine grosse tiefe dunkle Hoehle und badeten in den blauen Lagunen. War wirklich sehr schoen. Nach Vang Vieng gings zur letzten Station, der Hauptstadt es Landes Vientiane (etwas groesser als Innsbruck).

Vientane

...ist eine gemuetliche Stadt an der thailaendischen Grenze (heisst, wieder Handyempfang ;-)), hat aber sonst nicht viel zu bieten. Zudem ist es momentan so heiss, dass koennt ihr euch nicht vorstellen. Suedlich Luang Prabang hat die Regenzeit noch nicht eingesetzt und somit staut sich gerade die Hitze vor dem grossen Regen, sogar die Einheimischen stehen es kaum aus. Somit verbrachten wir unsere Zeit haeufig in Cafes und machten uns noch einen gemuetlichen Reiseabschluss. Besuchten noch das wichtigste Gebilde Laos - den Pha That Luang, komplett aus Gold, sehr schoen, aber ein grosser Platz bei extremer Hitze zu ueberqueren ;-) Gestern Abend kam dann kurz der erloesende Regen, was heisst die Tropfen trocken bevor sie den Boden erreichen und es gibt alle paar Minuten einen Stromausfall in der ganzen Nacht...also investierten wir noch unsere letztem Kip (wie auch das kambodschanische Geld, kauft dieses Niemand auf der Welt...da gibts nur Ausgeben) in je ein grosses und kleines Bier, machten uns einen gemuetlichen Abend im Zimmer, dass manchmal halt keinen Strom hatte und liessen den letzten Abend in Laos ausklingen.

Und nun noch einiges zu Laos...

Offizieller Name ist Laos P.D.R, (Peoples Democratic Republic), von falangs auch gerne Lao People dont Rush genannt, das Democratic koennte man auch streichen, eher ists so wie in China. Es ist hier eine Einpartiedemokratie, man merkt auch noch die kommunistische Ader...der Stadt besitzt immer noch die meinsten Betriebe:

- BeerLao: 640ml 5% leckeres Bier um 80 Cent hat einen Marktanteil hier von uebr 90%, das ganze Land (alle Tischdecken, alle Schilder) sind gelb von der Marke...wild ist, dass das Bier ja fuer uns wirklich sehr guenstig ist, es sich aber die meisten Laoten mit einem Gehalt von unter 1 Dollar am Tag nicht leisten koennen!!! Darum trinken sie sehr gerne den Lhao Lao...da waeren wir beim naechsten

- Lhao Lao: Schnaps aus Stick Rice, hat 50% kostet ungefaehr die Haelfte vom Bier, aber fuer einen Liter und ist verboten. Nur der staatlichproduzierte ist erlaubt.

- dann gibts noch die LCC --- Laotische Zementfirma...auch vom Stadt, gibts ueberall.

- sogar alle Kochschuerzen im Land sind von der selben Firma!!

Der 2. Grund warum demokratisch vielleicht nicht so passt ist, dass es hier z.B. weder noch freie Meinungsauesserung noch Versammlungsrecht gibt. D.h. z.B. fuer uns Touristen...offiziell ist nur die Vientane Times als englische Zeitung zugelassen, die parteitreu schreibt und im ganzen Land ist um 23:30 Sperrstunde, alle Menschen muessen zurueck ins Haus, indem sie registriert sind, d.h. fuer uns Hostel. Sonst kann es laut Berichten schon passieren, dass einem die Polizei bzw. das Militaer nachhause fuehrt.

Wie ich schon mal geschrieben habe, merkt man dem Land die Armut nicht so an, wie z.B. Kambodscha (ich habe noch nie so ein Elend wie dort gesehen und dass gibts hier einfach nicht), trotzdem ist es eines der aermsten Laender der Welt. Es wurde halt immer zwischen die Fronten gedraengt. Neben den Thailaendern und Chinesen waren natuerlich wer sonst als die USA massgeblich an der Blockade der Weiterentwicklung beteiligt. Man weiss z.B. nur wenig, dass der Vietnamkrieg eigentlich ein Laoskrieg sein sollte, das wurde erst kurzfristig geaendert. Trotzdem bekam Laos unglaublich viel Schaden ab. Die USA bombadierten Laos, wie es noch kein anderes Land auf der Welt wurde. Auf kein anderes Land wurde soviel Bomben geworfen wie auf Laos (Geschosse im Wert von 2,2 Millionen Dollar am Tag). Und natuerlich tausende von Blindgaengern. Es wuerde 100 Jahre dauern um das Land davon zu saeubern...was machten die Amis...sie schickten unzaehlige Detektoren ins Land und dachten damit hat sichs...nur wer bedient diese bitte?? Ach das aergert mich schon wieder so...nicht nur dass, anschliessend unterstuetzten die Staaten die Guerillakaempfe im Land, forcierten den Buergerkrieg, obwohl eigentlich Jahre davor mal Laos die Neutralitaet von der UNO zugesprochen wurde. Nicht mal die amerikanische Gesellschaft wusste von diesem Krieg hier....es gibt immer noch eine geheime CIA Stadt in der Naehe Vang Viengs, die immer noch von niemanden betretten werden darf. Alles wirklich sehr interessant und man weiss so wenig davon...aber die Amis haben wirklich ueberall Dreck am Stecken!!

All diese Konflikte fuehten zu einer Rueckstaendigkeit...man muss sich vorstellen, dass erst in den 90iger hier Strassen gebaut wurden, im Norden sind sie immer noch nicht fertiggestellt!! Andererseits haben sie z.B. schon eine Strassenmaut und Laos wird wahrscheinlich das erste Land hier in der Region sein, das Malariafrei wird (2009 9 Tote, das heisst was in einem armen Land ohne gute medizinische Versorgung).

Sumasumarum ist Laos wirklich ein tolles Land und wenn man das erste Mal nach Asien faehrt, wuerde ich Laos am ehesten empfehlen, ist am gemuetlichsten und die Leute sind alle einfach noch sehr nett und umgaenglich (v.a. noerdlich von Luang Prabang). Von der Landschaft hats mich jetzt nicht so umgehaut...im Norden ist es aehnlich wie in Nordthailand und in Vietnam hatten wir einfach die super Zeit erwischt...wuerde das naechste Mal hier auch in der Regenzeit reisen..dann kommen die Reisfelder und alles, was es eben ausmacht. Zudem wird leider sehr viel Wald gerodet...zum Leiden der Tiere und Umwelt. Auch das Muell und Abwassersystem haben sie nicht im Griff, man laesst halt alles in der Regenzeit vom Mekong mitreissen. Sie sollten erkennen, dass die Natur und dadurch der gegebene Tourismus wichtig ist fuer die Zukunft des Landes, aber an das denken halt Entwicklungslaender nicht. (was z.B. in Australien alles mittlerweile fuer die Natur gemacht wird, weil sie halt wissen dass dies das einzige Kapital ist!!) Zum Bereisen ist Laos sehr einfach, man schnappt sich einer der vielen Minivans, die komplett vollgestopft werden, das Gepaeck kommt aufs Dach (neben den Kuecken), faellt fast herunter und wird bei Regen halt eben nass ;-) man braucht hier halt sehr viel Zeit und Geduld, um von einem groesseren Ort zum Naechstem zu kommen, muss man einen Tag einrechnen, es gibt halt nur teilweise sehr schlechte und kurvige Strassen, mehr als mit 40 kommt man dann halt nicht weiter. Zudem sehr wenig Platz und sie fahren wie die Henker...also Laos ist eine Reise und kein Urlaub!!

So das wars aus Laos, mein Flug hat sich leider verschoben, auch hier die Lockerheit von Laos, alle Passagiere haben ein Massenmail bekommen, in dem man alle e-mail Adressen der Passagiere rauslesen kann...hihi..Datenschutz wohl nicht so wichtig!

Fotos gehen sich nicht mehr aus, werde dann alle zuhause nachtragen

Dieser Eintrag wurde in der Kategorie 2. Blog - Down Under 2010 - Laos erstellt.

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Kommentare (1)

  • (#1) sonja sagte am 10.05.10 um 08:24 Uhr:

    bist du dir sicher dass du Arzt werden willst?
    SEHR schön geschrieben!

    lg sonja


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