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zorques Blog

Viel Sowjetisches, ziemlich heiß; Endstand 1:1

24.05.2008 | Bilder8 | Kommentare1 | Slowenien  - Maribor
So, gestern hab ichs nun mal über die Grenze nach Maribor geschafft. Die Fahrkarte gibts gesamt für günstige 15€, Fahrzeit beträgt ca. eine...

...Stunde. Von dieser Stunde verbringt man allerdings rund 15 Minuten am Grenzübergang Spielfeld Straß. Kontrolle gibts zwar keine mehr aber die Lok muss gewechselt werden. Als kleine Entschädigung funktioniert ab der Grenze dann die Klimaanlage nicht mehr, weil das slowenische Netz zu wenig Saft bietet. Ab hier wird man verständlicherweise auch auf slowenisch angequatscht und auch wenn man zu erkennen gibt nichts zu verstehen reden die Einheimischen fröhlich weiter auf einen ein. Ansonsten kommt man mit Deutsch und Englisch aber ganz gut durch.

Am Bahnhof angekommen erwischt einen das totale Ostblockgefühl. Zumindest wenn man wie ich, bisher maximal nach Ostdeutschland gekommen ist und das auch erst einige Zeit nach der Wende. Modern ist der Bahnhof wirklich nicht, aber zweckmäßig. Dazu kommt, dass er nicht unbedingt in der rausgeputztesten Ecke von Maribor liegt. Als ich rauskam fuhren zudem grade noch zwei alte Ladas und Skodas vorbei. In der Innenstadt relativiert sich das aber schnell wieder. Die könnte auch sonstwo in Europa stehen, eben mit einem gewissen osteuropäischen Touch.

Wieso hab ich eigentlich dem Wetterbericht auf der Homepage geglaubt? Die haben was von Regen und 18° erzählt, was mich schon gewundert hat, weil für Graz Sonne und 28° angekündigt wurden. Und bis dahin sinds ja nur 60km. Folglich hatte ich also den ganzen Tag mindestens eine Jacke zuviel dabei. Grmpf.

Hier gibts so seltsame Sachen wie Flößer mit Blaskapellen und Brückenpfeiler, an die Rasensprenger angebracht sind und alte Frauen mit Vollbart. Oder alte Männer mit Brüsten im Kleid, keine Ahnung. Schuhgeschäfte heissen Allergia und Paprika...

Vom Ufer der Drau aus hab ich dann die Flutlichtmastem vom Stadion entdeckt. Das wasr nicht allzu weit weg, also bin ich hinmarschiert. Dort sah alles ziemlich nach Baustelle aus, bei näherer Betrachtung waren die Bauarbeiter aber Techniker die Kameras aufbauten und der Platzwart der die Linien auf dem Feld gezogen hat. Also schnell ne SMS an die Hanna ob heute Heimspiel ist. 5min später die Antwort: ja. Anstoß 17:30 - dann reichts auch noch auf den Zug heimwärts.

Nach nem Burger und Eis gings zurück zum Stadion. Zum Glück gabs eine Karte auf der Gegentribüne für mich. Die sieht recht neu und schmuck aus. Die Haupttribüne, eine solide(?) Bogenkonstruktion aus sojetischem(!) Beton macht einen eher abenteuerlichen Eindruck, hat aber zumindest das Spiel überlebt. Das Spiel selbst war ganz ansehnlich. Maribor gelangte durch einen guten Konter in Rückstand, konnte aber direkt nach der Pause durch einen sehenswerten Freistoß ausgleichen. Zum Ende hin zeigte die hohe Temperatur ihre Auswirkungen, die Spieler bekamen Krämpfe und wurden zunehmend agressiver, so dass es kurz vor Schluss noch jeweils eine rote Karte gab.

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Kommentare (1)

  • (#1) blume sagte am 15.06.08 um 17:21 Uhr:

    Was den Bahnhof betrifft kann ich mitfühlen, hatte das Glück ein Heimreise von Kroatien per Zug zuerleben und durft 2 h in Maribor sitzen und warten, . . . weiter weg habe ich mich gar nicht getraut bei diesem gruselign bahhof, war froh als ich ein sonniges Bankerl gefunden hatte.


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